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„Sie sind meine Brüder.“ Lou Reed und Metallica sprechen über ihre Zusammenarbeit


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Spätestens seit es die erste Hörprobe von „Lulu“ gibt, kocht das Interesse an der Zusammenarbeit von Lou Reed und Metallica auf hoher Flamme. 30 Sekunden aus dem Song „The View“ – die eine logische Verschmelzung aus Reeds poetischem, düsteren Granteln und der typischen Metallica-Maloche sind – reichten, um Fans und Skeptiker in Wallung zu bringen. Passt das zusammen? Wird das gut? Nutzt da der eine den Status des anderen?

Die Künstler selbst geben sich mit Gedanken dieser Art gar nicht erst ab. Das sah Torsten Groß kürzlich mit eigenen Augen, als er eines der raren gemeinsamen Interviews mit Reed und Metallica führte. Lou Reed sagte dem ROLLING STONE: „Sie sind meine Brüder, die ich immer gesucht habe. Sie haben Power.“ Ausschlaggebend für ihn sei der gemeinsame Auftritt zum 25. Jubiläum der Rock & Roll Hall Of Fame im Oktober 2009 in New York gewesen: „Als wir gemeinsam diese Show im Madison Square Garden gespielt haben, fügte sich plötzlich alles zusammen – nach genau dieser Intensität hatte ich mich immer gesehnt.“

Lars Ulrich teilt diese Einschätzung und hält nicht viel von der Diskussion, ob die Künstler denn nun zusammenpassen oder nicht. „Ich finde keineswegs, dass dies Kombination überraschend oder unpassend ist“, sagt Ulrich entschieden. „Wir bei Metallica waren niemals konform, haben nie den Erwartungen entsprochen, sind immer musikalische Risiken eingegangen. Und bei Lou war es genau so: Er hat immer sein Ding gemacht, egal, ob das gerade angesagt war oder nicht. Was unsere Philosophie betrifft, sind wir uns also sehr ähnlich, im Prinzip sind wir Soulmates.“

Das vollständige Interview finden Sie in der November-Ausgabe des ROLLING STONE, die wie immer am letzten Donnerstag des Vormonats erscheint. „Lulu“ von Lou Reed und Metallica wird am 28. Oktober via Universal veröffentlicht.


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