Spezial-Abo
Highlight: Neu auf Netflix: Das sind die wichtigsten Netflix-Neuerscheinungen im April 2020

Spotify greift durch und löscht Musik von 37 rassistischen Bands

Für Streaming-Dienste ist es immer eine schwierige Aufgabe, alle Nutzer zufrieden zu stellen. Der schwedische Riese Spotify hat dabei vielleicht den Überblick über sein gigantisches Angebot verloren – ob den Machern bewusst war, dass dabei auch Rechtsrock im Programm führte?

„Hate Bands“ auf Spotify

Das fand jedenfalls der Verfasser einer Liste heraus, die den Titel „I Just Found 37 White Supremacist Hate Bands On Spotify“ trägt und auf der Website „Digital Music News“ veröffentlicht wurde. Einfacher zu verstehen: Auf der Musik-Plattform fand Paul Resnikoff (mindestens) 37 Künstlerprofile, deren Inhaber Verfechter der „weißen Vorherrschaft“ sind. Sie glauben daran, „weiße“ Menschen eine größere Daseinsberechtigung haben als alle anderen.

Gruppen wie „Selbstmord“ oder „Freikorps“

Darunter liefen Bands mit Namen wie „Selbstmord“ oder „Freikorps“, die unterdessen auch Teil von durch Nutzer erstellte Playlists mit Titeln wie „Nazi Imperial Marches“ sind. Zwar reagierte Spotify schnell und entfernte die Künstler von der Plattform – die Playlists sollen allerdings erst nach und nach in nächster Zeit gelöscht werden; der Betreiber braucht hierfür mehr Zeit, da er in gemischten Playlists quasi jeden Song einzeln überprüfen muss.

Warum wurde nicht vorab geprüft?

„Wir sind froh, auf diese Inhalte aufmerksam gemacht worden zu sein und haben diese, sobald sie uns bekannt waren, entfernt“, lässt der Streaming-Dienst wissen. Es bleibt ein bitterer Beigeschmack: Einige der genannten Bands standen bereits 2014 auf einer Indexliste, woraufhin ihre Musik aus iTunes gelöscht wurde – weshalb Spotify vorher nicht prüft, was auf der Plattform landet, ist ein Rätsel. Im Zuge der Entwicklungen will nun auch Konkurrent Deezer seine Inhalte auf rassistische Komponenten prüfen lassen.

So errechnet Spotify unseren Musikgeschmack


Disney+ kündigt Änderung für Stream der „Simpsons“ an

Disney+ hat angekündigt, Probleme bei der Ausstrahlung klassischer Episoden der „Simpsons“ zu lösen. Der neue Disney-Streaming-Service, seit wenigen Tagen auch in Deutschland verfügbar, streckte bisher die Episoden im Breitbildformat 16:9, damit sie auch auf den längst zum Standard gewordenen Flatscreens gut aussehen. Pech nur, dass so Details an den Rändern der Aufnahmen oft ausgeschnitten werden. Damit rückt das Geschehen unnatürlich näher, was gerade noch so zu verkraften wäre. Aber zugleich werden zahlreiche Gags der Serie, die in den Bildern versteckt sind, einfach weggedrückt. Schon im vergangenen November waren die US-Fans von „The Simpsons“ verärgert, nachdem das Format der klassischen Episoden…
Weiterlesen
Zur Startseite