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Blackout Tuesday

„The Night Manager“: Besser als Bond?

Kriegsschiffe, die zu Champagnerperlen werden, ein Kronleuchter, der zu einer Bombenexplosion mutiert: Schon der Vorspann von „The Night Manager“ deutet an, dass es in der achtteiligen BBC/AMC-Miniserie nach dem gleichnamigen Roman von John Le Carré um all die Symbole geht, die gemeinhin mit James Bond verbunden werden. Dabei ging es dem König des Spionage-Romans doch immer darum, den Alltag seiner Hauptfiguren nicht allzu glamourös zu gestalten. Die spannungsstarke, fantastisch besetzte TV-Umsetzung von Susanne Bier hält sich allerdings kaum bei derlei bräsigen Definitionsfragen auf.

Denn die Story um einen britischen Nachtmanager namens Jonathan Pine (Tom Hiddleston), der in einem Luxushotel in Kairo arbeitet und von der Lebensgefährtin eines mächtigen Familienclanzöglings Dokumente über brisante Waffendeals zwischen Ägypten und Großbritannien erhält, nimmt schon mit der ersten Folge umgehend an Fahrt auf. Die britische Botschaft stellt sich zunächst stur, als Pine ihnen die geheimen Infos zukommen lässt, doch als er in einem anderen Hotel in Zürich anheuert und dort erneut auf Richard Roper, den schwerreichen Drahtzieher des Geschäfts, trifft, wird er vom MI6 von einer Abteilungsleiterin als Undercover-Agent angeworben. Pine gelingt es, das Misstrauen Ropers (charismatisch und gewohnt hemdsärmelig gespielt von „Dr. House“-Darsteller Hugh Laurie) zunächst in Schach zu halten, doch schnell wird klar, dass der vornehme, aber skrupellose Bonvivant beste Beziehungen zur britischen Regierung und zum Geheimdienst pflegt – und dann macht auch noch seine attraktive Geliebte Pine schöne Augen.

Testlauf für James Bond

„The Night Manager“ – da braucht man sich nichts vormachen – ist für Hiddleston ein einziger Testlauf für einen zukünftigen Einsatz als 007, denn die mit einigem Geld international produzierte Serie gibt ihm reichlich Raum, seine körperliche Strapazierfähigkeit zu demonstrieren. Zugleich gelingt es dem Schauspieler von der ersten bis zur letzten Minute der eigenen Figur eine manchmal sogar erhabene Undurchschaubarkeit zu verleihen, die nicht zuletzt viel zur Spannung der Geschichte beiträgt.



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