The Notorious B.I.G.: Der tragische Tod von Christopher Wallace


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Der Mord an Christopher Wallace am 9. März 1997 ist eines der großen ungelösten Mysterien der Musikgeschichte. Als The Notorious B.I.G. wurde er zu einem der erfolgreichsten Rapper aller Zeiten und er hinterließ ein riesiges Vermächtnis – finanziell sowie künstlerisch. Nur wenige Monate zuvor wurde sein größter Konkurrent und ehemaliger Freund Tupac Shakur Opfer eines tödlichen Attentats in Las Vegas, in dem zahlreiche Fans eine Verbindung zur späteren Ermordung von Christopher Wallace sehen. Bis heute konnten die Tatumstände und die Mörder jedoch nicht zweifelsfrei bewiesen werden. Definitiv ist, dass mit 2Pac und The Notorious B.I.G. eine Ära endete. Sie definierten den Maßstab, an dem sich nachfolgende Rapper immer noch zu messen haben. Wer aber war Christopher Wallace und wie kam es zu seiner Ermordung?

Die Jamaikanerin Voletta Wallace kam als Einwanderin in die USA, um dort eine besseres Zukunft zu finden. Wie Millionen andere Immigranten vor ihr, die dem amerikanischen Traum nachjagten, kam sie dafür nach New York City, genauer gesagt nach Brooklyn. Sie arbeitete als Lehrerin für Vorschulkinder, war glühende Anhängerin der Zeugen Jehovas und stets darum bemüht, ihr Leben nach den Maßgaben der Glaubensgemeinschaft zu führen. Die beinhaltete eine ausgeprägte Frömmigkeit und die Ansicht der Bibel als irrtums- und widerspruchsloses Wort Gottes. Auch das Verbot von außerehelichem Geschlechtsverkehr war eigentlich Teil ihrer Weltanschauung, obwohl sie es mit diesem Punkt nicht all zu genau nahm. Voletta Wallace und der Frabrikarbeiter George Latore wurden am 21. Mai 1972 Eltern von Christopher Wallace.

Christopher Wallace

Eine enge Bindung

Latore verließ die Familie, als Christopher zwei Jahre alt war. Die Bindung zu seiner Mutter wurde dadurch noch verstärkt, die sich unentwegt für ihren Sohn aufopferte. Als Alleinerziehende übte sie neben ihrer Tätigkeit als Lehrerin noch einen weiteren Job aus, um über die Runden zu kommen. Keine Seltenheit in dem Viertel, in dem Christopher Wallace aufwuchs. „Ich war nicht reich. Ich war nicht wohlhabend, aber ich war reich im Herzen,“ erinnerte sich seine Mutter später an jene Zeit. Sie kratzte jeden Cent zusammen, damit ihr Sohn eine katholische Schule besuchen konnte. Er sollte sich von der Straße und all ihren Problemen fern halten, koste es, was es wolle. Dass Christopher nicht dafür gemacht war, war für sie kein Zweifel:

„Mein Sohn war kein Produkt irgendeiner Straße. Mein Sohn war ein sanfter Mensch. Die Straße ist nicht sanft. Die Straße ist nicht nett.“

In der Schule überzeugte Christopher durch überdurchschnittliche Leistungen. Mehrmals wurde er Stufenbester und gewann zahlreiche Preise, vor allem im Buchstabieren und Lesen. Seine Wortgewandtheit fiel auf. Schon vor der Pubertät bewegte er sich in der Sprache wie ein Fisch im Wasser, stets im Wissen über sein Talent. Trotz allem musste er viel von seinen Mitschülern und den Kindern aus der Nachbarschaft einstecken. Sein Übergewicht und die dicken Brillengläser zur Korrektur seines schielenden Auges waren eine willkommene Angriffsfläche für alle, die es auf den jungen Christopher abgesehen hatten. Wiederum mahnte ihn seine Mutter dazu, sich mit Worten und nicht mit Fäusten zu verteidigen.

Adger Cowans Getty Images


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