Highlight: Hobby-Produzenten aufgepasst: Alles, was Ihr über GEMA-freie Musik wissen müsst

Tom Liwa zum Thema Urheberrecht

In unserer Reihe „Copyright or wrong?“ beziehen Künstler aus Deutschland Stellung zum Thema Urheberrecht. Nach dem einleitenden Beitrag von Ekki Maas von Erdmöbel, dem Statement von Frank Spilker, Phillip Boa, Bela B., Inga Humpe , Smudo und Alec Empire meldet sich heute Tom Liwa zu Wort. Tom Liwa ist Singer/Songwriter und Gründer der Band Flowerpornoes. Im April erschien seine Soloplatte „Goldrausch“.

In einer Unterhaltungsindustrie, deren einziger Zweck es ist, durch das generieren von künstlichen Identitäten die Massen zu kontrollieren, ist für ,Autorenkünstler‘ kein Platz. Institutionalisierte Seelenfänger wie U2, Rihanna oder Bob Dylan sind eh vom Urheberrecht unabhängig. Die Diffamierung des Urheberrechts durch die ACTA-Gegner ist ein von den Durchsetzern durchaus erwünschter und clever inszenierter Effekt. Alle streiten schön, die Künstler von unten stehen als ewig gestrige, gierige, kleine Schweine da und das Gesetz kommt sowieso. Natürlich sollte Kultur allen gehören, ALLES sollte allen gehören und langfristig müssen (und werden) Begriffe wie Besitz aus zwischenmenschlichen Beziehungen und sozialen Zusammenhängen verschwinden. In der historischen Übergangsphase, in der wir uns derzeit befinden geht es aber erstmal um andere Dinge, um Zusammenhalt und Integrität. Das ist manchmal schwer zu erkennen, vor allem wenn alles so schnell geht und wir gezwungen scheinen, Dinge zu diskutieren, die eigentlich gar nichts miteinander zu tun haben. Ein Trost: Das vorherrschende System bricht immer offensichtlicher an allen Ecken und Kanten auseinander. Vorerst ist wohl das Beste, was wir tun können, alte Denkmuster zu überprüfen und in möglichst vielen Bereichen Autarkie zu erlangen.


„Der Exorzist“: Ein Schock, von dem sich das Kino nicht mehr erholte

Unter Fans und Kritikern, in Rankings und in Foren – täglich wird irgendwo darüber diskutiert, welche Szene aus "Der Exorzist" wohl die gruseligste ist. Der Moment, in dem sich Linda Blairs Kopf um 180 Grad dreht? Der Kampf zwischen zwei Hunden im Wüstensand Iraks, im Flirren der Sonne? Die Einblendungen des Gesichts von Captain Howdy? Oder doch die legendäre, einst herausgeschnittene, für eine Extended Version wieder eingefügte "Spiderwalk Scene", in der die rücklings gedrehte Blair eine Treppe runterläuft… Was sich liest wie eine Diskussion unter Nerds, ist doch eine grundlegende Frage; denn so, wie viele Kinoschauer entweder "Star Wars" oder "2001:…
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