US-Behörden bestätigen: Berliner ISIS-Rapper Deso Dogg ist tot

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US-Behörden bestätigen: Berliner ISIS-Rapper Deso Dogg ist tot

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Seit zwei Wochen hält sich das Gerücht, dass der frühere Berliner Rapper Deso Dogg, der mit bürgerlichem Namen Denis Cuspert heißt, bei einem Luftangriff in Syrien getötet wurde. Der 40-Jährige machte als „Abu Talha al-Almani” für die Terrorvereinigung ISIS Propaganda.

Cuspert war das Sprachrohr für ISIS in Deutschland

Nun wurden alle Zweifel an diesen Gerüchten von den US-Behörden ausgeräumt:  „Ich kann bestätigen, dass Denis Cuspert bei einem Angriff nahe Raqqa am 16. Oktober getötet worden ist”, sagte Pentagon-Sprecherin Elissa Smith am Donnerstag (29. Oktober) in Washington. Cuspert sei aber nicht das vorrangige Ziel des Angriffs gewesen, wie ein Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums hinzufügte.

Nach den Informationen des Pentagon soll der ehemalige Rapper bei einem Luftangriff auf ein Auto, in dem er saß, schwer verletzt worden und schließlich verblutet sein. Lange Zeit galt Cuspert als deutsches Sprachrohr für die vor allem in Syrien agierende ISIS. Spätestens Anfang 2010 bestanden laut des deutschen Verfassungsschutzes Kontakte zur Berliner Al-Nur-Moschee, ab 2014 soll Cuspert Abu Bakr al-Baghdadi, dem Anführer des Islamischen Staat, die Treue geschworen habe.

Ist Abu Talha al-Almani wirklich tot?

Für US-Behörden galt der Berliner als “globaler Terrorist” und stand deshalb auf diversen Fahndungslisten. Mehrmals wurde Cuspert für tot erklärt, Beweise dafür konnten aber von offizieller Seite nie erbracht werden. Auch jetzt gibt es nicht nur von Verschwörungstheoretikern im Netz erhebliche Zweifel an der offiziellen Todesmeldung des Pentagon.

So wurde der Bericht nach dem gezielten Luftschlag von Seiten der ISIS-Kämpfer mehrmals dementiert. Hinzu kam, dass Kämpfer  des Islamischen Staats irreführende Bilder von Cuspert ins Netz stellten. Diese wurden aber höchstwahrscheinlich vor dem 16. Oktober aufgenommen. Als gesichert gilt bislang nur, dass „Abu Talha al-Almani” sich eine Woche zuvor in Raqqa aufhielt – bis nun das Pentagon zumindest offiziell alle Zweifel ausräumte.

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