Logo Daheim Dabei Konzerte

Montag: Alex Benjamin, Winona Oak

Weiterempfehlen!
  • Mail Icon
  • Mail Icon
  • Mail Icon
  • Tage
  • Stunden
  • Minuten
  • Sekunden
Spezial-Abo
Highlight: 23 grandiose Album-Opener der Musikgeschichte

Viel besser als ihr Ruf: Queen veröffentlichen das Doppel-Album „Live Killers“

Bei „Live Killers“ scheinen sich alle einig zu sein. Die Kritiker und gar die Band selbst. So schrieb David Fricke 1979 im US-ROLLING-STONE: Dieses Live-Album beweise lediglich, dass Queen, befreit von all dem Studio-Schnickschnack, ein müder Abklatsch von Led Zeppelin seien.

Die Musiker selbst waren auch unzufrieden, jedoch nicht mit ihrer Spielweise, sondern mit dem Mix des eigenproduzierten Werkes – dies sollte erst ansatzweise beim Reissue 2001 durch ein Remaster von Peter Mew behoben werden. Und auch bei Fans scheint die Platte keinen besonders hohen Stellenwert zu haben. Als der deutsche ROLLING STONE zum Voting der besten Live-Alben aller Zeiten aufriefen, erlangte „Live Killers“ keinen Platz unter den ersten 50.

Dennoch hat das Album einen hohen Stellenwert in meiner eigenen Plattensammlung. Ist in meinen Augen gar eine der besten Live-Platten überhaupt. Kommen wir zunächst zu den persönlichen Bezügen. Es muss ca. 1990 gewesen sein, als ich unter dem Weihnachtsbaum eine Doppel-CD – damals noch in klobigen Hüllen, die sich deutlich vom Single-Case unterschieden – hervorzog. Zur Verwunderung aller Anwesenden war „Live Killers“ in diesem Jahr das beste Geschenk und schlug damit das Piratenschiff von LEGO.

Statt mit Weihnachtsliedern wurde die Familie also mit „Brighton Rock“ und der schnellen Version von „We will rock you“, die mich in ihrer Rotzigkeit völlig entgeistert zurückließ, dauerbeschallt.

Und ja, es wäre leicht, das per Echo harmonisierte Solo zu Beginn von „Brighton Rock“ genau so wie Taylors Drumsolo bei „Keep Yourself Alive“ als unerträgliches Posertum bloßzustellen. Genau wie die sinnentleerten Ansagen Mercurys, die zu großen Teilen aus Füllworten wie „Yeah“ oder „Alright“ bestehen.

Nur: Wenn der Queen-Fan ehrlich mit sich selbst ist, dann ist es doch genau das, was er hören will. Zur Schau gestelltes Können und eine Pose, die nur so trieft. Nicht umsonst stand auf alten Platten – bis zu „The Game“ von 1980 – „No Synthesizers! auf den Sleeves. Und – auch das ist auf der Platte zu hören – so doof die Ansagen scheinen, dem Publikum ist es egal. Freddie hat die Menge wie üblich in der Hand. Der Band aus der Einsilbigkeit des Frontmanns einen Vorwurf zu stricken wäre ähnlich verfroren wie Kiss die Maskerade übel zu nehmen. (Was ich übrigens tat, stellte ich mir ob der Optik KISS stets härter und aggressiver vor, als sie tatsächlich jemals waren – aber dies ist eine andere Geschichte.)



Queen: Was macht eigentlich Bassist John Deacon?

John Deacon war nicht nur der filigrane, aber stille Bassist bei Queen, der dabei half den Rhythmus zu halten. Er schrieb einige der größten Songs der britischen Band, darunter „Another One Bites The Dust“, „I Want To Break Free“, „You're My Best Friend“, „Spread Your Wings“ und „Back Chat“. Allerdings ist von Deacon in den letzten Jahren nichts zu hören gewesen zum Thema Queen, obwohl die Band nach ihrer Reunion zunächst mit Paul Rodgers und später mit Adam Lambert zurück auf der großen Bühne war, einen Welterfolg mit dem Musical „We Will Rock You“ feierte und mit dem Biopic „Bohemian…
Weiterlesen
Zur Startseite