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Manu Larcenet Die Apokalypse des Heiligen Jacky (Blast 2)

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Foto: Die Apokalypse des Heiligen Jacky (Blast 2) von Manu Larcenet

Wer Larcenets „Der alltägliche Kampf“ oder „Die Rückkehr aufs Land“ kennt, wird sich verstört die Augen reiben. Denn der französische Comiczeichner und -autor, übrigens ehemals Sänger einer Punkrock-Band, lebt in „Blast“ seine dunkels­­ten Seiten aus. Die ursprünglich auf drei Bände angelegte Reihe – inzwischen ist ein vierter in Planung – handelt vom unter Mordverdacht stehenden Polza Mancini, einem groben, verratzten und selbstzerstörerischen Klotz, der im Verhör davon erzählt, wie er sich nach dem Tod seines Vaters von den Fesseln seiner bürgerlichen Existenz als Schriftsteller befreite. Er gibt sich einem rauschhaften Leben in der Wildnis hin und nistet sich in leerstehenden Häusern ein. In „Die Apokalypse des Heiligen Jacky“ berichtet er nun, wie er sich dem Drogenhändler Jacky Jourdain anschließt, eine Entscheidung, die ihn am Ende immer tiefer in die Fins­ternis der menschlichen Seele blicken lässt.

Larcenets ambivalentes Psychogramm eines mutmaßlichen Mörders bricht sich in düsteren Tuschezeichnungen Bahn; in scharfem Kontrast dazu stehen farbenfrohe Kritzeleien seiner Kinder Lilie und Lenni, die den titelgebenden „Blast“ versinnbildlichen, einen Moment lichter Offenbarung. Dass der dritte Band, der im Dezember erscheint, „Augen zu und durch“ heißen wird, man darf es als Warnung verstehen. Doch wehe dem, der hier nicht genau hinschaut. Ihm entgeht einer der besten Comics unserer Tage. 

(Reprodukt, 29 Euro)  

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