Spezial-Abo

Action-Klassiker „Runaway Train – Express in die Hölle“: Adrenalin und Shakespeare

Vielleicht ist die Wiederveröffentlichung dieses nicht genügend gewürdigten Klassikers des virilen Beschleunigungskinos auch Anlass, das enervierende, kaum auf einen Nenner zu bringende Gesamtwerk von Andrei Konchalovsky erneut zu erkunden. Das oszilliert zwischen einer klugen Tschechow-Adaption („Onkel Wanja“), überdrehten Action-Komödien („Tango und Cash“) und der 3D-Fantasy-Musical-Katastrophe „Der Nussknacker“. Und es umfasst den kürzlich in Programmkinos gezeigten Kunstfilm „Paradies“. Ein eigentümliches Holocaust-Drama, das in Venedig vor einem Jahr den Silbernen Löwen gewann und sich von einem dokumentarisch anmutenden Historienspiel zur kühnen Schuld-und-Sühne-Fantasie wandelt.



Die besten und kürzesten Filme unter 90 Minuten

Ob ein Film Emotion erzeugen kann oder Zuschauer mit den behandelten Themen überzeugt, hängt nicht damit zusammen, wie lange die Laufzeit ist. Das beweisen natürlich Kurzfilme, wie etwa der Oscar-nominierte Streifen „Fresh Guacamole“, mit einer Dauer von nur 1 Minute und 40 Sekunden. Während Kurzfilme bereits dafür ausgelegt sind, gibt es auch fiktionale Langfilme, die die berühmte 90-Minuten-Marke unterschreiten. Diese kurzen Streifen sind aber ebenso kohärent und zufriedenstellend, wie Filme, die eine längere Aufmerksamkeitsspanne vom Zuschauer verlangen. Persona (1966): Laufzeit 85 Minuten Das Gesamtwerk des schwedischen Regisseurs Ingmar Bergmann ist bis heute für jeden Filmfan eine unerwartete und oftmals gruselige Reise…
Weiterlesen
Zur Startseite