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Richard Thompson

Richard Thompson erreichte mit dem Album „Rumor And Sigh“ 1991 den kommerziellen Durchbruch, zuvor veröffentlichte er zahlreiche Alben solo, mit der Band Fairport Convention und mit seiner damaligen Frau Linda Thompson. Seine Fertigkeiten auf der Akustik-Gitarre machten ihn zu einem der angesehensten Gitarristen Großbritanniens, seine kompositorischen Fähigkeiten wurden durch Coverversionen diverser Künstler wie Emmylou Harris, David Gilmour, The Corrs und Bonnie Raitt geehrt. Richard Thompson kollaborierte im Lauf seiner Karriere mit diversen Künstlern und schrieb darüberhinaus mehrere Soundtracks für Filme. Er wurde zum Officer of the Order of the British Empire und wurde für sein Songwriting mit dem Ivor Novello Award ausgezeichnet.

Richard John Thompson kam 1949 in London zur Welt und war 1967 an der Gründung von Fairport Convention beteiligt. Nach fünf Studio-Alben entschied er sich 1971 dafür, eine Solo-Karriere zu starten und sein Debüt „Henry The Human Fly“ (1972) entstand – mit Humor betitelte er das gescheiterte Werk als das am schnellsten vom Markt genommene Album in der Geschichte von Warner Brothers.

Nach einigen Produktionen mit englischen Folk-Bands tourte Richard Thompson mit Sandy Denny durch die USA und begann 1973 mit seiner Frau Linda Thompson Aufnahmen für das Album „I Want To See The Bright Lights Tonight“ zu machen, das 1974 erschien. Die Thompsons produzierten weitere zwei Alben, bevor sie sich 1975 in eine muslimische Gemeinde in der Nähe von London zurückzogen. Erst 1978 kehrten sie mit von islamischer Musik beeinflusstem Folk Rock zurück, doch noch immer stellte sich kein kommerzieller Durchbruch ein. 1982 gelang den Eheleuten mit „Shoot Out The Lights“ ihr erfolgreichstes Album als Duo, woraufhin sie sich musikalisch als auch privat trennten.

Im Folgejahr veröffentlichte Richard Thompson mit John French, Fred Frith und Henry Kaiser den Soundtrack für die BBC „Live, Love, Larf And Loaf“ und 1991 gelang ihm mit „Rumor And Sigh“ der kommerzielle Höhepunkt seiner Karriere. Die Single „I Feel So Good“ erreichte sogar eine Chartplatzierung und „Rumor And Sigh“ wurde für den Grammy Award nominiert. „Mirror Blue“ (1994) konnte zwar an den Erfolg nicht anknüpfen, doch Richard Thompson tourte infolgedessen zwei Jahre. Der Vertrag mit seinem Major-Label wurde dennoch gekündigt, so dass Richard Thompson seine folgenden Arbeiten über ein Indie-Label vertrieb. „The Old Kit Bag“ (2003) und „Front Parlour Ballads“ (2005) konnten sich in den Indie-Charts auf beiden Seiten des Atlantiks gut behaupten, ebenso wie der Nachfolger „Sweet Warrior“ (2007).

2010 wurde Richard Thompson mit dem Mojo Les Paul Award in der Kategorie „Guitar Legend“ ausgezeichnet.

Richard Thompson haben wir außerdem gefunden in:

06.10.2020:  Mit vier Empfehlungen aus der Kuriositätenkiste startet unser Kolumnist in den Herbst in Eric Pfeils Pop-Tagebuch: Krautrock-Stammtische, Pfauenfederohrringe und Drag-Köche – wiedergehörter Indie-Krempel aus den 80ern

25.09.2020:  Der Tod von John Bonham am 25. September 1980 war ein tragischer Unfall, der eine riesige Lücke hinterließ. ROLLING STONE erinnert an die Schlagzeug-Ikone. in John Bonham: Der Tag, an dem der Led-Zeppelin-Drummer starb

04.09.2020:  Mit seiner neuen Doppel-CD will der Led-Zeppelin-Sänger an den Erfolg seines Musikpodcasts anknüpfen und veröffentlicht bereits erste Hörproben in Robert Plant enthüllt neue Anthologie: „Digging Deep: Subterranea“

Reviews zu Richard Thompson


  • Richard Thompson - Electric

    Angst erfüllt einen, wenn man das neue Richard-Thompson-Album abspielt. Das, was man stets befürchten musste und doch nie für möglich gehalten hätte, wird im rumpelnden Folk-Standard „Stony Ground“ Realität: ausuferndes Gegniedel, das dem knarzigen Schaukelstuhl-Rock von John Hiatt gefährlich nahe kommt. Was an sich nicht schlimm ist, nur liebt man Thompson ja weniger für seine […]

  • Richard Thompson – Live At The BBC

    Drei CDs und eine DVD dokumentieren die Aufnahmen für die BBC So klug, einige seiner besten Live-Mitschnitte exklusiv auf seiner Website anzubieten, ist Richard Thompson schon lange. An Werk-Retrospektiven seines Schaffens herrscht im Übrigen wahrlich kein Mangel. „Live At The BBC“ ist das fünfte umfangreiche Kompendium, diesmal drei CDs, dafür als Zugabe eine DVD mit […]

  • Richard Thompson – 1000 Years Of Popular Music

    1999 wurde der idiosynkratische Künstler von der Zeitschrift „Playboy“ um eine Liste mit den zehn bedeutendsten Songs des letzten Jahrtausends gebeten. Thompson nahm das Ansinnen natürlich sehr ernst und erstellte eine Nomenklatur mit Liedern; das früheste stammt von 1068. Bei der Aufführung im Bimbo’s in San Francisco ging Thompson mit gepflegtem Sarkasmus zu Werke, begleitet […]

  • Richard Thompson – Life And Music Of Richard Thompson

    Das letzte, auf das Nigel Schofield und Neil Wayne hier Wert legten, war High Fidelity. Das Demo des berühmten „The Great Valerio“ auf der ersten CD beispielsweise klingt so, als wäre da 1972 ein Diktaphon benutzt worden. Von unterirdischer Klangqualität sind auch einige Live-Mitschnitte. Von ganz fabelhafter wiederum „Outside Of The Inside“, ein Studio-Outtake von […]

  • Richard Thompson/Lucinda Williams - Live From Austin, Texas

    „Austin City Limits“ ist zwar nur Fernsehen, aber die Konzerte dieser Reihe – im sterilen Studio mit künstlichen Sträuchern im Hintergrund aufgenommen – lassen jedes Detail, jedes Unvermögen erbarmungslos zu Tage treten. Ein Fest also für den großen Richard Thompson, dessen fein ziselierte Liedkunst bei diesem Auftritt im Jahr 2001 ehrfurchtgebietend triumphiert. Mit Michael Jerome […]

  • Richard Thompson – Front Parlour Ballads

    Man betritt ein Haus über seine Diele, erst von dort kann man in die anderen Räume gelangen. Richard Thompson betritt die Welt – egal, wo er lebt – von England aus, seine Songs von seiner Kenntnis Shakespeares, der alten Folk-Balladen und der menschlichen Psyche aus. Der Albumtitel „Front Parlour Ballads“ hätte somit auf jedes seiner […]

  • The Richard Thompson Band – Live In Providence

    Wie stets ein messerscharfer Vortrag des Zynikers und Liebespathologen, der mit grimmigem Witz seine Leichenbitter-Songs spielt, und zwar in den USA. Das Konzert aus dem Jahr 2002 umfasst auch einige Lieder von „The Old Kit Bag“, daneben „1952 Vincent Black Lightning“, „Razor Dance“ und „Shoot Out The Lights“. Ausschnitte aus früheren Auftritten und ein bisschen […]

  • Richard Thompson – The Old Kit Bag - Vinyl von Wolfgang Doebeling

    Thompsons sehr sparsam arrangiertes, aktuelles Meisterwerk endlich auch analog, erstklassig überspielt auf Doppel-LP, 180g, jedoch mit mehr als 30 Euro nicht eben billig. Am Jazz geschult, voll brillanter Gitarrenarbeit, wie stets gallig und bebend gesungen und alles andere als eingängig. (Diverse)

  • Richard Thompson – The Old Kit Bag - Cooking Vinyl

    Die Puristen unter den Richard-Thompson-Fans können endlich aufatmen. Viel zu lange (mehr als ein Jahrzehnt) wähnten sie ihren Meister in den Klauen produzierenden Unheils mit Namen Mitchell Froom. Schon auf „Mock Tudor“ durfte der nur noch ein paar Tasten drücken. Und nun gibt’s gleich gar keine Keyboards mehe. Wobei auch das schmalere Budget nach dem […]

  • 49. Richard Thompson – You? Me? Us? - Die 100 besten Alben

    Dass die Songkunst von Richard Thompson in den 90ern einsame Höhen erreichte, blieb leider fast unbemerkt. Dies ist wohl auf die nicht immer adäquate, butterweiche Produktion von Michell Froom zurückzuführen. Mit der muss sich auch der elektrische Teil des Doppelalbums „You? Me? Us?“ rumschlagen. Doch Präzision und Witz von Songs wie „No’s Not A Word“ […]

  • RICHARD THOMPSON & DANNY THOMPSON – INDUSTRY - Hannibal/RTD

    Hanniki . RTD So dubios Konzept-Alben an sich sind, so erstaunlich ist es, daß gerade die englische Folk Music so viele nicht nur musikalisch gestandene, sondern auch inhaltlich schlüssige konzeptionelle VCferke hervorgebracht hat. The Watersons, Pete Bellamy, Bob Pegg 8C Nick Strutt, Shirley 8C Dolly Collins und die Gebrüder Dransfield sind da nur die Spitze […]

  • Richard Thompson – You? Me? Us? - Capitol / EMI

    Richard Thompson Cipitol KM1 Als Richard Thompson vor exakt zehn Jahren in die USA übersiedelte, war das ein persönlicher Befreiungsschlag für einen Musiker, der daheim – like Punk happened! – längst als fader hos been oder wuseliger Alt-Hippie galt Angenehme Alternativen! Der Preis für den Exodus war eine zwar ungebrochen treue, aber doch einigermaßen gespaltene […]



#AllefürsKlima: Diese 12 Umweltkatastrophen-Filme sollten uns eine Mahnung sein

01. Interstellar (2014) https://www.youtube.com/watch?v=FByEFOAQeU0 Als JFK 1961 die Devise ausgab, der Mensch müsse bis Ende des Jahrzehnts rauf auf den Mond, ging es darum, im „Space Race“ die Sowjets auszustechen. Dass eine Fahne aber auf einem anderen Planeten (dabei ist der Mond nicht mal ein Planet) platziert werden müsse, damit unsere Spezies dort aus der Notwendigkeit heraus neuen Lebensraum erschließen könne, stand damals nicht wirklich zur Debatte. In Christopher Nolans Sci-Fi-Thriller begeben sich Astronauten auf die Suche nach neuen Welten, wo die Menschen sich eine Chance auf Überleben sichern könnten. Die Biosphäre der Erde ist geschädigt, alle Nationen setzen auf…
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