Beatrix von Storch (AfD) kann Satire nicht von Realität unterscheiden


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AfD-Politikerin Beatrix von Storch hat in den letzten Monaten schon mehrmals über Facebook für Verärgerung gesorgt. Vor einigen Tagen postete sie: „Bundeskanzlerin Merkel will die EM abschaffen!“

„Anders als Sie wollen wir die Fußball-EM auch nicht abschaffen, sondern auch künftig gegen Italien und Spanien spielen, statt in einer gemeinsamen EU-Mannschaft“, ergänzte die 45-Jährige. Die Häme war groß, die Verwirrung noch mehr. Anscheinend wollte die Europaparlamentarin klarstellen, dass sie die EU-Politik der Kanzlerin für verfehlt halte, weil die Souveränität der Nationalstaaten in vielen Fällen ausgehebelt werde.

Nun kam heraus, dass sich von Storch bei diesem Facebook-Post auf das Online-Satire-Magazin „Der Postillon“ bezog. Dort hieß es 2015 in einem Artikel scherzhaft, dass die Fußball-Nationalmannschaften durch ein gemeinsames EU-Team ersetzt werden sollen. Eine Nachricht, die natürlich absoluter Quatsch ist, EU-Kritik und EM-Stimmung in einen Topf warf und glänzend aufs Korn nahm. Die Website klärte den peinlichen Vorfall für die Politikerin (nicht ohne Stolz) auf der eigenen Facebook-Seite auf:

Zu lesen war dort unter anderem: „Wie das Kommissariat für Bildung und Kultur heute mitteilte, sollen noch in diesem Jahr die Fußball-Nationalmannschaften aller Mitgliedsstaaten der Europäischen Union durch ein gemeinsames EU-Team ersetzt werden. (…) Das neue Team soll spätestens im Sommer aus den Mannschaften aller 28 EU-Mitgliedsstaaten gebildet werden – darunter Fußballnationen wie die Niederlande, Spanien, Italien und Weltmeister Deutschland.“

Offensichtlich hatte die AfD-Politikerin zuvor noch nichts vom „Postillon“ gehört und nahm die an sich absurde Meldung für bare Münze. – Nun hat sie den Spott auf ihrer Seite.


Studie: Musik hilft gegen Depressionen

Wir hatten ja immer schon geahnt, dass Musik glücklich(er) macht: Eine gemeinschaftliche Studie der Queen’s University, Belfast und des Northern Ireland Music Therapy Trust hat nachgewiesen, dass Musikhören auch Depressionen lindern kann. Mehr Selbstbewusstsein und Kommunikationsfähigkeit In der Studie verglichen die Forscher zwei Gruppen aus Kindern und Jugendlichen, die an Depressionen litten. Eine Gruppe erhielt eine konventionelle therapeutische Behandlung, die andere zusätzlich Musiktherapie. Wie sich herausstellte, zeigte jene Gruppe, die auch musiktherapeutische Unterstützung erhielt, ein im Vergleich zur anderen Gruppe deutlich gesteigertes Selbstbewusstsein und spürbar weniger depressive Symptome; zudem verbesserten sich Kommunikationsfähigkeit und Interaktion. Musiktherapie als Behandlungsform benötigt mehr Aufmerksamkeit…
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