Brian May über Freddie Mercurys dunkle Tage bei den „Miracle“-Sessions


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In einem neuen Interview hat Queen-Gitarrist Brian May Einblicke in die Entstehungsprozesse und die Stimmung innerhalb der Band zum 13. Album „The Miracle“ gewährt. Dabei hat der Musiker mit „Guitarworld“ unter anderem über Mercurys AIDS-Diagnose und die psychischen Probleme des Sängers gesprochen.

„The Miracle“: Das „beste“ Queen-Album der 80er?

Zum 33. Jubiläum hat die Band am 18. November eine Box zu „The Miracle“ (1989) herausgebracht, die unter anderem eine umfangreiche Sammlung von Outtakes sowie bisher unveröffentlichten Tracks und Live-Aufnahmen enthält. Das Werk, welches nur ein Jahr nach Mercurys Aids-Diagnose aufgenommen wurde, benannte May als „das schlüssigstes Album von Queen in den 80er Jahren“.

Man konnte Mercurys dunkle Gedanken zu dieser Zeit (noch) nicht hören

Auf die Frage, ob sich Mays Sichtweise auf das Werk und die damalige Zeit verändert habe, als er das Material zur erschienenen Box durchgesehen habe, antwortete May: „In vielerlei Hinsicht, ja. Wenn ich zurückblicke, ist es wirklich schwer zu begreifen, denn Freddie war ein ewiger Optimist. Und selbst bei all dem, was er durchmachte – wovon wir damals nichts wussten – kam er immer mit so viel Positivität daher. Und als wir die Stücke durchgingen und uns an die Sessions erinnerten, waren das einige der Dinge, die mir wirklich auffielen. Und einer meiner Lieblingssongs von Freddie ist natürlich ‚The Miracle‘. Ich liebe diesen Song, weil man in ihm nichts als Freude, Positivität, Leichtigkeit und Humor hört.“ Weiter erklärte der Gitarrist, dass er es bewundere, wie Mercury mit seinen dunklen Gedanken umging und gleichzeitig „Positivität und Optimismus“ ausgestrahlt habe. „Das konnte man nie wissen. Man konnte es zu dieser Zeit nicht hören.“

Hier gibt es „The Miracle“ aus der diesjährigen Collector’s Edition zu hören. Zu unserer Review geht es hier.