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Brite läuft für Charity-Aktion 250 Kilometer zum Pearl-Jam-Konzert in London

„Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist“, sinnierte ja bekanntermaßen schon Victor Hugo. Ein Spruch, den sich die britische Wohltätigkeitsorganisation „Given To Live“ besonders zu Herzen genommen hat: Jeder Musikfan sollte die Chance bekommen, seine Lieblingskünstler live zu erleben – auch jene, die durch körperliche Einschränkungen, psychische Probleme oder schwierige Lebensumstände kein Konzert besuchen können.

Ein Brite sammelt nun mit einem Spendenmarsch Geld für eine Organisation, die Musik für alle erlebbar macht. Im Juni macht sich Tom Pugh, Gründer von „Given To Live“, in Bristol zu Fuß auf den Weg ins rund 250 Kilometer entfernte London, um am 18. Juni das Konzert seiner Lieblingsband Pearl Jam zu erleben.

„Musik wurde lange nicht als effektive Therapieform, als Output für Emotionen anerkannt. Wissenschaftler wissen inzwischen, dass das Hören und Spielen von Musik das Immunsystem anregt, das Stresshormon Cortisol im Blut senkt und Schmerzen lindern kann“, so Pugh.

​Menschen mit körperlichen Einschränkungen, lebensbedrohlichen Krankheiten, psychischen Problemen oder ohne festen Wohnsitz haben häufig nicht die Möglichkeit, Konzerte zu besuchen – sei es, weil der Körper streikt oder die finanziellen Mittel fehlen. Die Charity-Organisation kümmert sich deshalb um Tickets, Anreise und Begleitung, manchmal sogar um ein Meet & Greet mit den Künstlern, um das Erlebnis so perfekt wie möglich zu gestalten.

„Diese Menschen haben die größten Hürden zu überwinden, wenn es darum geht, Zugang zu der Musik zu haben, die sie lieben. Musik spielt eine große Rolle im Leben vieler, sie verleiht Freude, Trauer, Zusammengehörigkeit und Freiheit eine Stimme. Aber nicht jeder kann eine Show ohne Hilfe besuchen, nicht jeder fühlt sich besonders, gesehen oder wertgeschätzt.“

Mit dem Marsch will Gründer Tom Pugh noch mehr Menschen einen großen Wunsch erfüllen können. Das angestrebte Ziel: umgerechnet rund 2200 Euro. Wird die Summe erreicht, verdoppelt er die Spende aus eigener Tasche. Der Gründer war früher selbst obdachlos und drogenabhängig, schaffte aber vor einigen Jahren den Wiedereinstieg in ein geregeltes Leben. Der Marsch werde zudem eine körperliche Belastung, weil er bereits eine Herz-Operation hinter sich habe.



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