Coldplay: So klingt die neue Single „Paradise“


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Erst gestern hat man sich noch eine halblegale Compilation mit alten B-Seiten und Live-Aufnahmen aus den ersten Coldplay-Jahren angehört und gedacht: Wow, da sind tolle Sachen bei! Wunderbare Popsongs, melancholisch, unaufgeregt, mit eher zurückgenommenem Pathos. Tja, und heute kommt dann – wie auf Kommando – die neue Single „Paradise“ ins Haus, ein weiterer Vorbote aus „Mylo Xyloto“, das am 21. Oktober erscheinen wird. Und da sitzt man nun, hört den Track wieder und wieder, versucht sich schönzureden, dass er live ganz anders und viel besser funktionieren wird und wünscht sich diese alten Coldplay zurück. Die Coldplay, die keinen aufgeblasenen Chor, keine Streichersümpfe, keine wabernde Brian-Eno-Produktion brauchten, sondern mit tollen Gitarrenmelodien von Jonny Buckland und Chris Martins Stimme Lieder spielten, die eine innere Größe hatten.

Aber man soll ja nicht zu nostalgisch werden – schon gar nicht beim Rolling Stone, wo einem das schon oft genug vorgeworfen wird. Einigen wir uns also vorerst darauf, dass „Paradise“ ein solider Coldplay-Track ist, der sicher in die Riege der Radiohits aufgenommen wird und der bestimmt noch wächst, wenn man ihn wieder und wieder hört – was zweifelsohne passieren wird, weil Coldplay nunmal die größte Band der Welt sind. Oder eine davon. Schade nur, dass sie inzwischen auch so klingen wollen…