The Cranberries: Dolores O’Riordan ist tot

The Cranberries: Dolores O’Riordan ist tot

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Die Sängerin der irischen Rockband The Cranberries, Dolores O’Riordan, ist tot. Sie ist am Montag im Alter von 46 Jahren bei Aufnahmen in London überraschend gestorben, teilte ihre Sprecherin Lindsey Holmes mit.

Die Todesursache

Bislang gibt es noch keine Angaben zur Todesursache. Die Familie der Musikerin bat um die Wahrung der Privatsphäre. Der „Guardian“ meldet, dass die Polizei den Tod ebenfalls bestätigt habe. Der Leichnam O’Riordans sei im Park Lane Hotel aufgefunden worden.  In einem Statement heißt es, die „Todesursache ist ungeklärt.“

Der „Independent“ meldet, dass O’Riordan in ihrer Heimatstadt Friarstown (Kilmallock) in der Republik Irland begraben wird.

Nur wenige Stunden vor ihrem Tod soll Cranberries-Sängerin Dolores O’Riordan eine Nachricht auf dem Antwortbeantworter eines Freundes hinterlassen haben. Ihr beruflicher Weggefährte, der Manager Dan Waite, habe „People“ ein Statement zukommen lassen, dass die Botschaft dokumentiert.

„Sie klang voller Leben“

„Nach Mitternacht hinterließ sie die Voicemail“, so Waite. „Sie sagte, wie sehr ihr die Bad-Wolves-Coverversion von ‚Zombie‘ gefallen habe.“ O’Riordan hätte sich schon darauf gefreut, ins Studio zu gehen –mit den Bad Wolves habe die Sängerin an einem Remix ihres Cranberries-Hits arbeiten wollen, am heutigen Dienstag (16. Januar 2018).

„Sie klang voller Leben, machte Witze und freute sich darauf, mich und meine Frau kommende Woche zu sehen.“

O’Riordan wurde am 6. September 1971 in Limerick, Republik Irland, geboren und gründete dort auch 1989 ihre Band, die Cranberries. Mit ihrem Song „Zombie“ gelang ihnen ein Millionenseller, die Single landete 1995 in Deutschland auf Platz eins der Charts. Auf seinem aktuellen Album „Revival“ rappt Eminem über den Song und brachte ihn so wieder ins Gedächtnis.

Cranberries: Statement auf Facebook:

Am Montagabend haben die Cranberries ein zweites, persönlicher klingendes Statement zum Tod ihrer Sängerin veröffentlicht. „Wir sind stolz darauf, von 1989 an ein Teil ihres Lebens gewesen zu sein.“

Erst kürzlich noch live

Cranberries
Die Cranberries im Jahr 2011.

2017 erschien mit „Something Else“ eine Neuaufnahme ihrer größten Hits in Zusammenarbeit mit dem Irish Chamber Orchestra. Im vergangenen Jahr mussten die Cranberries Tourdaten absagen – als Grund wurden nicht näher genannte Gesundheitsprobleme O’Riordans angegeben, später wurde von Rückenproblemen gesprochen.

Wie „Stereogum“ berichtet, sei die Sängerin noch vor einem Monat mit einer 90er-Coverband für deren Dachfirma „Prometheus Global Media“ aufgetreten.

Die Website der Band war am Montagabend nicht zu erreichen: „The site cranberries.com has been disabled. Please contact support.“

Reaktionen aus Musik und Politik

Duran Duran teilten mit, sie seien „am Boden zerstört“. Ihr Tourmanager Don Burton war 20 Jahre lang mit O’Riordan verheiratet (Scheidung 2014). Das Paar hat drei Kinder: Taylor Baxter, Molly Leigh and Dakota Rain.

Der Präsident von Irland, Michael D Higgins, äußerte „große Betroffenheit“ und sagte: „Für jeden, der irische Musik, irische Musiker und Künstler unterstützt, ist ihr Tod ein großer Verlust.“

Jim Corr, The Corrs, übermittelte sein „tiefstes Mitgefühl“ an O’Riordans Angehörige.

Dave Davies von den Kinks zeigt sich schockiert, er twittert:

Musik-Pause im Mai 2017 …

… kurzes Aufatmen im Dezember:

The Cranberries – Zombie:

The Cranberries auf Facebook:

Universal
The Cranberries: Details zum Tode Dolores O'Riordans

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert. Update: 06. September 2018 Die Todesursache steht fest: Dolores O' Riordan starb durch Ertrinken in ihrer Badewanne. Blutergebnisse dokumentieren einen hohen Alkoholpegel, „viermal so hoch wie erlaubt“, was immer das heißen soll. Laut Polizeibericht hätte man vier leere Alkoholflaschen in ihrem Hotelzimmer gefunden. Die Blutwerte wiesen auch Medikamente nach, aber „therapeutische“, also ärztlich verschriebene (Lorazepam). Sie lag mit dem Kopf nach oben in der Wanne und trug eine langärmelige Weste sowie eine Pyjama-Hose. Der Alkoholpegel betrug 330 Milligramm per 100 Milliliter Blut, das ist viermal mehr als im Straßenverkehr erlaubt. Ihr Therapeut hatte direkt nach…
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