30 wichtige Alben, die im Jahr 1994 erschienen sind

Das Jahr 1994 hat viele wegweisende Alben vorgebracht – 30 davon stellt ROLLING STONE hier vor.

Vor 30 Jahren erschienen Alben, die den Kurs der Musikgeschichte maßgeblich beeinflusst haben. Von Rock, über Grunge und Alternative bis Hiphop – diese Longplayer sind bis heute echte Meisterwerke.

1

Soundgarden – „Superunknown“

„Superunknown“ von Soundgarden gilt in vielerlei Hinsicht als wegweisendes Album. Die Band verband darauf auf geniale Weise Alternative Rock und Grunge mit komplexen Songstrukturen. Chris Cornells eindringliche Stimme auf Hits wie „Black Hole Sun“ und experimentelleren Songs wie „Fell on Black Days“, festigten Soundgardens Platz in der Rockszene der Neunziger.

2

R.E.M. – „Monster“

„Auch 25 Jahre später ist es faszinierend zu hören, wie R.E.M. sich mit „Monster“ ins Leben zurückkämpften, nachdem sie auf „Automatic For The People“ dem Tod ins Auge gesehen hatten. Nach den melancholischen Mandolinenklängen nun also ein ROCKalbum“, schrieb Birgit Fuß in ihrer Review.

3

Johnny Cash – „American Recordings“

Schaut man sich die alte Country-Garde an, so war Johnny Cash der Coolste von allen. Passenderweise hat Rick Rubin „American Recordings“ in einer Weise produziert, die nur so vor Härte und Lebenserfahrung strotzt. Mit dabei sind Songs von Leonard Cohen, Glenn Danzig, Nick Lowe und Tom Waits, aber es sind Cashs eigene Werke („Delia’s Gone“, „Redemption“), die Country zum kathartischen Erlebnis machen.

4

Element Of Crime – „An einem Sonntag im April“

Mit „An einem Sonntag im April“ lieferten Element Of Crime 1994 ein melancholisches Album mit besonderer Tiefe. Die Poesie von Sven Regener und die einfühlsame Instrumentierung kreierten eine Form der Sensibilität, die Deutschland damals fehlte und wohl auch heute wieder in vielerlei Hinsicht abhandengekommen ist. Dafür lohnt es sich doch, mal wieder zum Plattenschrank zu gehen.

5

Tom Petty – „Wildflowers“

„Wildflowers“ von Tom Petty markierte 1994 einen Wendepunkt in seiner Karriere. Das Album zeigte eine introspektivere Seite des Künstlers und zeichnete sich durch seine wohldurchdachte Verquickung aus Folk, Rock und Country aus. Hits wie „You Don’t Know How It Feels“ und „Wildflowers“ trugen dazu bei, dass man das Album auch heute noch getrost On Repeat laufen lassen kann.

6

Neil Young – „Sleeps With Angels“

Der Titelsong „Sleeps With Angels“ wurde durch den Tod von Kurt Cobain inspiriert, der Young 1994 in seinem Abschiedsbrief erwähnt hatte: „Als er starb und diesen Brief hinterließ, traf mich das tief in meinem Inneren. Es hat mich fertig gemacht. Ich schrieb Musik für dieses Gefühl.“ Der Suizid des Grunge-Musikers habe ihn durch diesem tragischen Impuls zu seinen Wurzeln zurückgeführt.

7

Nirvana – „MTV Unplugged In New York“

Kurt Cobain erlebte den Release des Live-Albums nicht mehr: „MTV Unplugged In New York“ ist ein bewegendes Stück Musikgeschichte, das den Kern von Nirvana offenbart. Statt lediglich die eigenen Hits aneinanderzureihen, entschied sich die Band dafür, hauptsächlich Songs von Helden wie Bowie, den Meat Puppets und The Vaselines zu spielen.

8

Rödelheim Hartreim Projekt – „Direkt aus Rödelheim“

Der Release von „Direkt aus Rödelheim“ war ein Wendepunkt für deutschen Hiphop. So wie „Straight Outta Compton“ in der hessischen Variante: „Das Album schlägt in der vom Mittelstand geprägten Szene des „deutschen Sprechgesangs“ ein wie eine mit Handkäse gefüllte Proll-Bombe“, erinnerte sich einst Jürgen Ziemer für ROLLING STONE. „Moses Pelham und sein Junior-Partner legen sich mit allen an: Fanta 4, Advanced Chemistry, Stefan Raab und natürlich mit den politisch korrekten Medien.“

9

Green Day – „Dookie“

Wurde mit „Dookie“ der Pop-Punk geboren? Gut möglich, zumindest hatte das Album einen enormen Einfluss auf viele damalige Teenager. Zudem ebnete es Green Day den Weg in den Mainstream und katapultierte Punk in die Charts, auch wenn es einige Monate dauerte, bis die Platte so richtig in die Gänge kam.

10

Beastie Boys – „Ill Communication“

Mit „Ill Communication“, das 1994 veröffentlicht wurde, erreichten die Beastie Boys die Spitze der Charts und stellten damit fast alle anderen Alt-Rock-Acts jener Zeit mit Leichtigkeit in den Schatten. Jazz-Funk-Instrumentals ergänzen partytaugliche Knaller wie „Get It Together“ und den unauslöschlichen Rap-Rock-Jam „Sabotage“.

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