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Echo: Kollegah pöbelt weiter gegen Campino – „Bitch move! Rea Garvey machte es anders“

Nach seiner Gewinner-Rede beim diesjährigen Echo hat Kollegah sich ein weiteres Mal öffentlich über Campino echauffiert. Der preisgekrönte Rapper („Jung, brutal, gutaussehend 3“) wirft dem Toten-Hosen-Sänger vor, sich nicht „wie ein Mann“ verhalten zu haben.

„Wir kommen um eine positive Stimmung zu verbreiten, es ist immerhin eine Feier. Und da fand ich, dass das ein Bitch-Move war“, sagte Kollegah bei der Aftershow-Party zu „Bild“. „Er (Campino) hat sich als moralische Instanz dargestellt. Wenn man als Künstler stilvoll unterwegs ist, stellt man andere nicht an den Pranger“, wiederholte der Musiker den Vorwurf, den er Campino schon auf der Bühne machte.

Gleichzeitig lobt er einen anderen, ebenfalls beim Echo anwesenden Kollegen. „Wie es anders geht, hat Rea Garvey gezeigt. Der hat mich backstage angesprochen. Er hat sich ja vorher auch in der ‚Bild‘ geäußert und fand es ein bisschen daneben, was wir gemacht haben. Aber er ist auf uns zugekommen und wir haben geredet. Am Ende hat man sich die Hand gegeben, wie Männer. Props an Rea Garvey. So geht’s also auch. Im Endeffekt ist es ein schöner Abend gewesen und der Echo die Krönung.“

Campino: „Mit Antisemitismus ist eine Grenze überschritten“

Campino beim Echo

Campino, der für Die Toten Hosen einen Preis entgegen nahm („Rock National“), kritisierte die Auszeichnung Kollegahs und Farid Bangs („Urban National“) scharf. „Wenn Provokation eine frauenfeindliche, homophobe, rechtsextreme oder antisemitische Form annimmt, wird eine Grenze überschritten.“ Damit verwies er auf Songs wie „08/15“, in denen die Rapper mit Zeilen wie „Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen“ provozierten.

Sowohl das Internationale Auschwitz-Komitee als auch der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung zeigten sich erschüttert von der Auszeichnung an die beiden Musiker.

Andreas Rentz Getty Images

Die Toten Hosen: Neue Kinodokumentation „Weil Du nur einmal lebst“

Am 28. März 2019 kommt eine neue Dokumentation über Die Toten Hosen ins Kino. „Weil Du nur einmal lebst“ erzählt von der „Laune der Natour“-Konzertreise der Band 2018. Dieses Jahr war ein großes für die Hosen, ausverkaufte Konzerte natürlich, aber auch kein leichtes: Campino erlitt einen Hörsturz, einige Auftritte der Tour mussten verschoben werden – ein Warnschuss, dass es irgendwann vielleicht nicht mehr weitergeht. Die Toten Hosen im „Dolby Atmos“-Verfahren Regie bei „Weil Du nur einmal lebst“ führt Cordula Kablitz-Post, bekannt geworden durch die Porträtreihe „Durch die Nacht mit …“ und eine Hosen-Begleiterin seit zehn Jahren. Co-Regisseur ist Paul Dugdale,…
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