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„Eine fürchterliche Schande“: Jude Law verteidigt unveröffentlichten Woody-Allen-Film

Der 2017 abgedrehte Film „A Rainy Day in New York“ von Woody Allen wurde bisher nicht veröffentlicht – Jude Law, der als Schauspieler an der Produktion beteiligt war, findet das offenbar trotz nachvollziehbarer Gründe nicht richtig.

„Es ist eine fürchterliche Schande. Ich würde den Film gern sehen. Die Leute haben hart daran gearbeitet und viel reingesteckt, natürlich auch [Woody Allen] selbst“, so Law gegenüber der „New York Times“. Zu den Hintergründen, die dazu geführt haben, dass der Film auf Eis liegt, hält er sich allerdings bedeckt. „Ich wollte mich da ehrlich gesagt gar nicht einmischen. Ich denke einfach nicht, dass ich qualifiziert bin, einen Kommentar dazu abzugeben, es ist eine heikle Angelegenheit. Ich finde, dass darüber genug gesagt wurde. Das ist eine private Sache.“ Jude Law machte allerdings auch deutlich, dass er er „genau abwägen“ würde, ob er nochmals für den Regisseur arbeiten würde.

2016 hatte der Regisseur einen Vertrag für fünf Filme mit Amazon Studios abgeschlossen. Trotzdem kam es bisher nicht zu einem Starttermin für „A Rainy Day In New York“. Den Film nicht zu veröffentlichen, würde die Produktionsfirma 25 Millionen US-Dollar kosten.

Missbrauchsvorwürfe gegen Woody Allen

Die Produktion des Films fand etwa zur gleichen Zeit statt, als die #MeToo-Bewegung in den USA ins Rollen kam. Im Zuge dessen geriet auch Woody Allen erneut in die Kritik. Seine Adoptivtochter Dylan Farrow hatte ihm bereits 2014 in einem offenen Brief vorgeworfen, sie als Kind sexuell missbraucht zu haben. Auch ihre Mutter Mia Farrow hatte dies bereits in den Neunzigern publik gemacht – bis auf den Verlust des Sorgerechts hatte es allerdings nie Konsequenzen für Woody Allen gegeben. Hollywood „habe die Augen verschlossen“, hieß es von Dylan Farrow. Der Regisseur selbst wies stets alle Anschuldigungen zurück.

Viele, die im vergangenen Jahr an „A Rainy Day In New York“ mitgewirkt hatten, distanzierten sich daraufhin öffentlich von der Produktion. Der Schauspieler Griffin Newman erklärte, dass er es bereue, eine Rolle übernommen zu haben und zukünftig nicht mehr mit Woody Allen zusammenarbeiten werde. Seine Gage für den Film spendete der Darsteller RAINN, einer Organisation, die sich gegen sexuelle Gewalt stark macht. Auch Rebecca Hall spendete Anfang des Jahres ihre Gage – sie unterstützte die „Time’s Up“-Organisation. „Es ging mir nicht darum, ein Urteil zu fällen. Ich glaube nicht, dass irgendjemand in der Öffentlichkeit über etwas so Komplexes urteilen sollte. Ich wollte lediglich etwas tun, das Menschen, die so etwas öffentlich machen, zeigt: ‚Ihr werdet gehört.‘“

Möglicher Kinostart 2019

Für „A Rainy Day In New York“ gibt es bisher weder einen Starttermin noch einen Trailer. Ein Sprecher von Woody Allen erklärte allerdings, dass der Film auf jeden Fall 2019 im Kino zu sehen sein werde.


Kiss: Gene Simmons erneut wegen sexueller Belästigung angeklagt

Gene Simmons wurde am Freitag (7. Dezember) wegen sexueller Belästigung angeklagt. Wie die US-Portale „The Blast“ und „Pitchfork“ berichten, hat eine nicht namentlich genannte Frau Klage gegen den Kiss-Frontmann eingereicht. Die Person habe nach eigenen Angaben als Tellerwäscherin in einem von Simmons' „Rock & Brews“-Lokalen gearbeitet. Dort habe der Musiker sie während des Eröffnungstages im Dezember 2016 um ein Foto mit ihr gefragt haben, womit die Frau einverstanden war. Bei der Aufnahme habe der Sänger „sich zu ihr geneigt und mit Nachdruck seine Hand auf ihre Scheide gelegt, die er komplett umschloss“, heißt es in der Anklageschrift. Kein Kommentar von…
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