Fast wären Paul McCartney und John Lennon Hörspielautoren geworden


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Für Sir Paul McCartney steht im Juni 2022 der 80. Geburtstag ins Haus. Allerhöchste Zeit also, um noch einmal einige Dinge klarzustellen. In einem ausführlichen Gespräch mit der „BBC“ (das am 23. Oktober auf der „Radio 4“-Welle ausgestrahlt wird) thematisiert Macca sein Songbuch „The Lyrics“ sowie ein wiederentdecktes Hörspiel-Manuskript aus Jugendjahren. Und ein letztes Mal redet er darüber, wer die Beatles WIRKLICH gesprengt hat.

„Seit Jahren erzähle ich den Leuten, dass John und ich eine Art Hörspiel geschrieben haben“, erzählte er vorab dem „Guardian“. „Ein eher lustiger Stoff namens ‚Pilchard‘, in dem es um den Messias geht.“ Die Story würde auf Papier nur vier Seiten umfassen, so McCartney. Inspiriert wäre das Stück von den Kitchensink-Dramen, die in 1960er in Großbritannien populär waren. Mutter und Tochter plaudern über einen mysteriösen Untermieter mit Jesus-Ambitionen, der bei ihnen eingezogen war.

In seinem Textband „The Lyrics: 1956 to the Present“, der Anfang November erscheint, erzählt McCartney sein Leben anhand von 154 Songs – von den frühen Teenager-Kompositionen bis zum Alterswerk. Darunter ist auch der wiederentdeckte Text zu „Tell Me Who He Is“. Einem Track, der es nie auf Platte schaffte. „Es wäre eine Liebesballade geworden“ erzählt er. Doch mangels Aufnahmegeräte, ist bislang nur eine handschriftliche Notiz davon übriggeblieben.

Wer war für die Trennung der Fab Four verantwortlich?

Auf Nachfrage des Moderators erzählt er noch einmal mit Nachdruck, dass John Lennon der erste war, der die Beatles verließ. Ihr neuer Manager Allen Klein hatte sie jedoch überredet, die Tatsache geheim zu halten, bis das Geschäftliche geregelt wäre. „Also mussten wir ein paar Monate lang so tun, als ob“, sagte er. „Es war seltsam, weil wir alle wussten, dass es das Ende war … Doch wir konnten nicht einfach weggehen.“ Schließlich, so McCartney, habe er „die Katze aus dem Sack gelassen“. Er hatte es satt „sie zu verstecken“.

Er sagte auch, dass er im Dezember 1970 rechtliche Schritte gegen seine Bandkollegen eingeleitet hatte, weil dies die einzige Möglichkeit sei, ihr Erbe zu schützen. „Ich konnte nur kämpfen, indem ich die anderen Beatles verklagte, weil sie auf Klein hörten “, erinnert er sich. „Sie sie haben mir Jahre später dafür gedankt. Doch ich habe die Trennung nicht angezettelt. Das war unser Johnny, der eines Tages hereinkam und sagte: ‚Ich verlasse die Band!‘“