Feine Sahne Fischfilet: Vorwürfe gegen Jan „Monchi“ Gorkow wegen sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauch


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Was ist denn da los? Die Punkrock-Band Feine Sahne Fischfilet hat ein mysteriöses Instagram-Statement veröffentlicht, in dem sie von einer Internetseite spricht, die demnächst wohl Vorwürfe gegen die Band veröffentlichen wird. Die Band schreibt in dem Statement weiter: „Wir wissen nicht worum es geht, aber wir werden diese Vorwürfe ernst nehmen und uns damit auseinandersetzen. Wir haben auch in der Vergangenheit nie versucht irgendwelche Vorwürfe zu deckeln.“

Und weiter:

Uns ist bewusst, dass eine Band, die nur aus Typen besteht zu Problematiken führen kann. Genau aus diesem Bewusstsein heraus, haben wir verstanden, dass wir zuerst bei uns anfangen wollen und befinden uns hier mitten im Prozess.“

Feine Sahne Fischfilet hat als Reaktion auf die bevorstehenden Vorwürfe eine E-Mail-Adresse eingerichtet, an die sich Menschen, die das Bedürfnis dazu haben weitere Vorwürfe gegen die Band aufzuarbeiten, wenden können. Die Band selbst soll keinen Zugriff auf den Account haben, stattdessen wird er von misc, einer „Agentur für kulturellen Wandel“ betreut. Mit dieser Agentur arbeitete bereits das Label Audiolith im Zuge von #MeToo-Vorwürfen im Jahr 2021 zusammen. Zudem weisen Feine Sahne Fischfilet auch auf externe Beratungsstellen hin.

 

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Die Instagram-Seite, auf der die Vorwürfe veröffentlicht werden sollen, heißt „Keiner muss Täter sein“. Dieser Account organisierte bisher wohl feministische Treffen, soll sich nun umbenannt haben. Fast alle älteren Postings wurden gelöscht. Am 3. Mai erklärten die Betreiber*innen, dass sie ihren Account eigentlich komplett löschen wollten. Dann seien sie aber von einer „Gruppe“ angesprochen worden, die „ein unglaublich starkes Ziel verfolgen will und dafür schnell Reichweite braucht“. Weiter hieß es: „Es wird um jemanden gehen, den ihr wirklich alle kennt, viele die Gerüchte schon gehört und viele sich nicht getraut haben gegen ihn und seinen Einfluss vorzugehen.“

 

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So lauten die Vorwürfe gegen Jan „Monchi“ Gorkow und Feine Sahne Fischfilet

Am Donnerstagabend folgte der angekündigte Post von „Keiner muss Täter sein“. Auf der Instagramseite sowie auf einem eingerichteten Blog werden die Vorwürfe gegen Feine Sahne Fischfilet konkretisiert. Demnach soll sich ihr Sänger Jan Gorkow der Ausübung sexueller Gewalt und des Machtmissbrauchs schuldig gemacht haben. Dort heißt es nun unter anderem:

„Wir meinen: Jan Gorkow ist „schonungslos“, „gewalttätig“, „narzisstisch“, „hart“, „maßlos“, grenzüberschreitend und bekennender Lokalpatriot. Gegen Jan Gorkow gibt es Anschuldigungen sexualisierter Gewalt und des Machtmissbrauchs. Wir wissen, dass er ein Täter ist. Wir wollen hier allen Betroffenen größtmöglichen Schutz bieten und werden daher an dieser Stelle keine Einzelheiten über die Taten veröffentlichen. Wir fordern: Schaut hinter die Fassade! Solidarität mit allen Betroffenen!“

Die Vorwürfe betreffen nicht nur Jan Gorkow direkt: „Wir können das Handeln und das Schweigen des Labels audiolith, des Managements JKP und vor allem von Feine Sahne Fischfilet in keinster Weise verstehen und sind erschüttert, wie sich das öffentliche Bild dieser Person, die sich nach außen mit solidarischen und politischen Aktionen schmückt, halten kann. Wir schenken allen Betroffenen uneingeschränkten Glauben und fordern: Keine Bühne für Täter! Schluss mit dem Mackertum! Schluss mit sexuellen Übergriffen!“

Wer „wir“ sind, sprich Absender*innen und Quellen, geht aus den Postings nicht hervor. Aufgrund der „Vielzahl an unangebrachten und widerwärtigen Kommentare“ wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.

Lesen Sie hier das komplette Statement:

 

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Feine Sahne Fischfilet haben bisher nicht öffentlich auf die erhobenen Vorwürfe reagiert.

Feine Sahne Fischfilet hatte jüngst verkündet, dass sich zwei alte Bandmitglieder verabschiedet haben und dafür nun ein neuer Gitarrist und Sänger namens Hauke mit dabei ist. Außerdem arbeitet die Band momentan an neuer Musik. Das aktuelle Album von Feine Sahne Fischfilet „Sturm & Dreck“ erschien vor fast vier Jahren. Darauf folgten viele Liveshows.

Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert.