Neue Podcast-Folge: „Die Streifenpolizei“ über die Favoriten der Oscar-Verleihung

Gerichtsurteil: Xavier Naidoo darf nicht Antisemit genannt werden

Xavier Naidoo hat vor Gericht einen Sieg errungen. Der Sänger hatte sich juristisch gegen den Vorwurf gewehrt, Antisemit zu sein. Das Landgericht Regensburg untersagte nun einer Referentin der Amadeu-Antonio-Stiftung, entsprechende Vorwürfe gegen den Mannheimer  zu erheben. Die Stiftung setzt sich gegen Rechtsradikalismus ein. „Er ist Antisemit, das ist strukturell nachweisbar“, sagte die Referentin 2017 im vergangenen Jahr bei einer Veranstaltung in Straubing.

Naidoo selbst betonte vor Gericht, dass er sich gegen Antisemitismus einsetze. Der 46-Jährige berief sich auf die Kunstfreiheit – falls er in seinen Songs antisemitische Codes benutzt hätte, sei ihm das nicht bekannt gewesen. Außerdem trage sein Sohn einen hebräischen Namen.

„Ich bin ein Rassist, aber ohne Ansehen der Hautfarbe“

Dabei hatte der Schmusesänger auch schon ganz andere Töne von sich gegeben. In einem Musikexpress-Interview von 1999 gab er zu Protokoll: „Ich bin ein Rassist, aber ohne Ansehen der Hautfarbe. Ich bin nicht mehr Rassist als jeder Japaner auch“. Was er mit diesen kruden Sätzen gemeint hat, erklärt er nicht.

Kooperation

Auszüge:

Naidoo: Mir ist Gott und danach der Mensch als seine Schöpfung heilig. Und bevor ich irgendwelchen Tieren oder Ausländern Gutes tue, agiere ich lieber für Mannheim.“

Musikexpress: Sieh an: Xavier, der Rassist?
Ja. Aber ein Rassist ohne Ansehen der Hautfarbe. Ich bin nicht mehr Rassist als jeder Japaner das auch ist.

Ist ein Amerikaner weniger wert als ein Mannheimer?
Natürlich nicht. Aber ich muß als erstes sagen: Bevor ihr uns diktiert, was wir zu tun haben, hört erst mal auf, uns mit eurer Musik zuzuscheißen. Alles ist amerikanisiert. Da muß ich doch wie ein Gallier dagegen angehen, gegen diese blinde Verherrlichung Amerikas. Gegen die Art, wie Amerika mit der Welt umgeht. Keine Demut, keine Achtung. Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein. Und als Schwarzer kann ich das ohne irgendwelche Hintergedanken sagen. Wie würden sich die Mannheimer fühlen, wenn ich plötzlich nach Monaco ziehe und dort meine Steuern zahle?

Immerhin bekommst du dein Geld von einem japanischen Plattenkonzern.
Deshalb will ich ja einen eigenen Vertrieb für meine Platten aufbauen.

Xavier Naidoo und die Verschwörungstheorien

Xavier Naidoo

Erst vergangenes Jahr lösten Xavier Naidoo und die Söhne Mannheims mit dem Song „Marionetten“ zurecht eine Welle der Empörung aus. Das Lied ist nicht nur richtig schlecht produziert, es steckt auch voller wirrer Verschwörungstheorien.

Ein Radiosender hat den Song bereits aus dem Programm genommen und auch die Erklärungsversuche von Xavier Naidoo haben ihr Ziel verfehlt. Doch es gibt tatsächlich noch Personen, die zu Naidoo halten: Zum einen wäre da der Oberbürgermeister von Mannheim, aber auch Komiker Michael Mittermeier steht auf der Seite seines Freundes und spricht gar von einer „Hexenjagd“.

mn

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