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Heinz Strunk kritisiert Amazon-Rezensenten: „Wenn jetzt die Dümmsten der Dummen ankommen …“


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„Wenn jetzt die Dümmsten der Dummen ankommen, dann ist das nun wirklich nicht mein Problem“ – Heinz Strunk setzt sich auf Facebook (Post s.u.) gegen Amazon-Rezensenten zur Wehr, die seinen neuen Roman „Jürgen“ kritisieren. Seine eigene harte Wortwahl erinnert dabei fast schon an die Fraktus-Figur des cholerischen Torsten Bage („beschränkte (…) ‘Rezensenten‘“).

Die Amazon-Kommentatoren werfen Strunk vor, dass Story-Elemente seiner Romanfigur Jürgen Dose bereits aus früheren Werken bekannt seien. Strunk lässt das nicht auf sich sitzen. Er antwortet, dass er Jürgen stetig weiterentwickelt habe – und greift als Beispiel die bekannte Geschichte des „Wanderhoden“ auf, die auch im Buch „Jürgen“ vorkomme. Er habe sich erlaubt, ein paar Motive zu übernehmen.

1-Sterne-Bewertungen

Auf Amazon überwiegen, was bei Bestsellern selten vorkommt, tatsächlich aktuell die negativen Bewertungen. Innerhalb des 5-Sterne-Bewertungssystems haben die meisten Rezensenten das Buch als schlecht aufgefasst (1 Stern). Die Kritiken reichen von „ein gewaltiger Schritt zurück“ bis zu: „Und genau deshalb wird er, oder sie, bei der Lektüre von ‘Jürgen‘ enttäuscht sein, weil man alle paar Seiten den Eindruck hat: Das kenne ich doch! Dieser Eindruck kommt nicht von ungefähr, denn wie eine kurze Recherche offenlegt, sind weite Passagen des Buches 1:1 aus dem Hörspiel oder anderen Werken des Meisters geklaut, oder sagen wir schmeichelhafter: wiederverwertet.“

Ein Leser-Kritiker, der „Jürgen“ die Höchstwertung von 5 Sternen gegeben hat, hält dagegen: „Wer Heinz Strunks Werke über Jahre hinweg begleitet und geliebt hat, kennt auch wiederkehrende Motive, Ideen und Einflüsse, weiß diese aber auch zu schätzen anstatt sie als Recycling oder Ideenlosigkeit abzutun.“

Lob von Journalisten

Strunk verlinkt seine Facebook-Replik auf einen Artikel von „Deutschlandradio Kultur“, in dem der Roman besprochen wird. Der Rezensent des Senders beschließt seine Kritik mit einem Lob: „‘Jürgen‘ greift dabei vieles wieder auf, was man aus den früheren Büchern des Autors kennt, es gibt allerhand Zweitverwertung, wie die Esoterik-Comedy über die ‘Pawlowschen Felder‘. So ist das nun einmal: Schriftsteller, auf jeden Fall die besseren, haben ihre Motive und Themen, die sie immer von neuem durchspielen und variieren. Manche mögen das als Recycling beklagen, was aber eher darauf schließen lässt, dass ihnen die ganze Richtung nicht passt.“

Ein Hit ist „Jürgen“ sowieso schon. Auf Amazon steht der Roman auf Platz eins in der Sparte „Ratgeber > Partnerschaft & Beziehungen > Partnersuche & -wahl“ und immerhin auf 42 in „Belletristik > Humor“.

Rowohlt

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