Jan Böhmermann könnte sich mit Erdoğan-Schmähgedicht strafbar gemacht haben

Jan Böhmermann könnte sich mit dem Schmähgedicht auf den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan juristische Probleme eingehandelt haben. Das Auswärtige Amt hat in einer intern stattgefundenen, juristischen Prüfung laut „Tagesspiegel“ befunden, dass die Inhalte als beleidigend einzustufen sind.

Wer ein ausländisches Staatsoberhaupt beleidigt, könne laut Paragraph 103 des Strafgesetzbuchs mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft werden. Steckt noch verleumderische Absicht dahinter, sei sogar mit fünf Jahren zu rechnen, so die „Zeit“. Die türkische Botschaft müsse nun Anzeige beim Auswärtigen Amt erstatten – darauf möchte die Türkei nach einem Gespräch zwischen Angela Merkel und Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu aber offenbar verzichten.

Aus Regierungskreisen heißt es laut Medienberichten, dass sich der türkische Regierungschef und die Bundeskanzlerin einig darüber seien, dass Böhmermanns Text einen „bewusst verletztenden“ Charakter habe.

Kooperation

Böhmermanns Stammsender ZDF hatte die Folge von Neo Magazin Royale, in der das Schmähgedicht vorgelesen worden war, bereits letzte Woche aus dem Netz genommen.

 


Was verrät Jan Böhmermann über die Ibiza-Affäre um FPÖ-Strache?

Jan Böhmermann könnte in die Ibiza-Affäre verwickelt sein, die derzeit die politischen Verhältnisse in Österreich durcheinander wirbelt. Diese Vermutung beruht auf unklaren Formulierungen des Satirikers in der Vergangenheit, mit denen er bereits die Existenz eines Ibiza-Treffens des nun ehemaligen Vizekanzlers Österreichs, Heinz-Christian Strache (FPÖ), mit einer dubiosen russischen Millionärin mit angeblichen politischen Interessen, die „Kronen-Zeitung“ zu „übernehmen“, andeutete. Zudem frohlockte Böhmermann in der letzten Sendung seines „Neo Magazin Royale“, dass Österreich am Folgetag brennen werde. Bislang gibt es keine gesicherten Erkenntnisse darüber, inwiefern Böhmermann in die Sache verstrickt ist. Natürlich schützen die berichtenden Medien, darunter u.a. der „Spiegel“, ihre Quellen.…
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