Highlight: Oscars: Alle „Bester Film“-Gewinner von 1980 bis 2020 im Ranking

Kritik: „Black Mirror“ auf Netflix – alle Episoden plus „Bandersnatch“ im Ranking

Charlie Brooker, Macher von „Black Mirror“, stellte die Frage: „Wenn Technologie eine Droge ist, was sind dann die Nebenwirkungen?“ In den ersten vier Staffeln der britischen Serie wird eine entsprechende Zukunftsvision entworfen. Drohnen werden gehackt und greifen an, Roboter ersetzen Ehemänner, Cartoon-Figuren bewerben sich für ein Amt im Parlament, und es gibt Urteile in den sozialen Netzwerken, die über unser Leben entscheiden (was nicht so weit entfernt wirkt).

Schon die dritte Season wurde nicht mehr von Endemol produziert, sondern von Netflix, mit mehr Starpower und sichtbar höheren Budgets. Wie gut ist Staffel vier, wie gut der „Black Mirror“-Film „Bandersnatch“, der seit dem 28. Dezember 2018 verfügbar ist, wie gut Season fünf, seit Juni 2019 verfügbar?

ROLLING STONE bringt alle Episoden plus Film in die Reihenfolge schlecht bis herausragend.

Die Bewertungen beinhalten Spoiler.

23. „Rachel, Jack and Ashley Too“ (Staffel 5, Episode 3)

Eine Folge mit Miley Cyrus, wie von Miley Cyrus ausgedacht. Eine Episode wie ihr Leben, ein Leben voller „Jumping The Shark“-Momente. Cyrus spielt den Popstar Ashley O, der erwachsen werden will, aber von ihrer Tante, gleichzeitig Managerin, an der kurzen Leine gehalten wird – als Ashley droht, nur noch ernste Songs zu schreiben, wird sie ins Koma befördert, ihr Talent zum Komponieren billiger Schlager dann einfach aus den Gehirnwellen abgezapft.

Vielleicht muss man diese Folge etwas sacken lassen, um dann erst zu entscheiden: Soll man sich lieber über die „Zukunftsvisionen“ amüsieren oder über den Anspruch der Sängerin, ein Statement in Sachen Selbstbestimmung zu setzen? „Ich fühle mich, als würde ich die Haut von jemand anderem tragen“, klagt sie. Sätze, die man höchstens noch Jugendlichen als Ausbruchsphilosophie verkaufen kann.

Aber auch in der Betitelung der Hardware und Software, bislang immer eine Stärke von „Black Mirror“, gibt es arge Fehltritte. Die Glaubhaftigkeit der Serie hing immer davon ab, wie sehr die Entwicklung von Technik nachvollziehbar bleibt. Der Patientenhelm, der Ashleys Lieder aus dem Kopf zieht, heißt „temporaler Interpretator“. Das hat schon Parodie-Niveau, ein Begriff wie aus dem Latein-Unterricht im ersten Fachjahr der siebten Klasse. Mich erinnert er an die BWKs aus „Riskant!“ mit Hans-Jürgen Bäumler – „Blickwinkelkonzentratoren“.



„Stranger Things 4“: Neuer Hopper-Trailer – mit Liebesgrüßen aus Moskau

Netflix hat bekannt gegeben, dass die Produktion der vierten „Stranger Things“-Season gestartet ist – und Hopper (David Harbour) zurückkehren wird. Der Cop muss Strafarbeit im eisigen Brachland von Kamtschatka leisten, die Russen haben ihn gefangen genommen. Dort im Schnee liegt auch eine neue Gefahr vergraben. Trailer – „Stranger Things“, Season 4: https://www.youtube.com/watch?v=qf_uXE6QnKg
Weiterlesen
Zur Startseite