Highlight: Michael Stipes erstes Interview nach der Trennung von R.E.M.

Michael Stipe unterstützt verurteilte Transgender-Soldatin Chelsea Manning

Chelsea Manning, eine transsexuelle Soldatin der US-Army, die unter dem Namen Bradley Edward Manning geboren wurde, befindet sich seit Ende 2013 im Gefängnis, nachdem sie während ihrer Stationierung im Irak unzählige geheime Videos und Dokumente kopiert und Wikileaks zukommen lassen hatte. Unter anderem wegen Geheimnisverrats wurde die 28-Jährige zu 35 Jahren Haft verurteilt.

Nachdem Manning mehrfach lautstark darauf hinwies, dass sie in ihrem Männer-Gefängnis in Fort Leavenworth im Bundesstaat Kansas unmenschlich behandelt würde (und die benötigte Medizin für die von ihr gewünschte Geschlechtsangleichung nicht mehr erhielt), trat sie in den Hungerstreik. Sie wurde dabei von der Bürgerrechtsgruppe ACLU unterstützt.

Premiere in der US-Rechtsgeschichte

Die Armee ist ihrer Bitte nun nachgekommen, was eine Premiere in der US-Rechtsgeschichte ist. Manning, die nun die gewünschten Medikamente weiter bekommen wird, hat daraufhin ihren Hungerstreik beendet. „Ich bin unendlich erleichtert, dass sich die Armee schlussendlich richtig entschieden hat“, so Manning. „Das ist alles, was ich wollte, damit ich einfach ich sein kann. Allerdings ist es hart, dass es so lange gedauert hat und warum dafür solche drastischen Maßnahmen nötig waren.“

Vor einigen Tagen hatte sich auch der ehemalige R.E.M.-Sänger Michael Stipe in einem emotionalen Video zu Wort gemeldet, um die inhaftierte Soldatin zu unterstützen. „Ich bin Michael Stipe und unterstützte Menschenrechte für alle Personen“, so der Musiker. „Als amerikanischer Patriot ist es meine Pflicht, Chelsea Manning beizustehen. Nach Jahren der Misshandlung im Gefängnis hat sie die Sache nun selbst in die Hand genommen. Anstatt dass man ihr die Behandlung zukommen lässt, die sie braucht, hat die Regierung sie ihr nun auch noch vorenthalten. Das ist unverantwortlich und unfair und muss sofort aufhören.“


R.E.M.s „Monster“: Gedanken zu einem ungeliebten Album

Die Zeit im Studio war für R.E.M. eigentlich zu keiner Zeit ihrer Karriere eine einfache Sache. Reibereien waren die Regel. Manchmal sprachen die Musiker Tage lang nicht miteinander. Und am Ende kam dann doch immer ein mindestens gutes Album heraus. Zu den Aufnahmen von „Monster“, die im Oktober 1993 begonnen wurden und sich mehr als ein halbes Jahr hinzogen, war das etwas anders. Die Stimmung nach der bewegenden, aber auch anstrengenden Arbeit an „Out Of Time“ und „Automatic For The People“ - also jenen Alben, die bis heute die Fixpunkte des R.E.M.-Universums geblieben sind - war so gelöst wie lange…
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