Neil Young verneigt sich tief vor seinem Freund David Crosby


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David Crosby und Neil Young hatten zusammen nicht immer einfache Zeiten, auch wenn sie gemeinsam mit CSNY Musikgeschichte schrieben. Crosby nannte den Kanadier sogar einmal den egoistischsten Menschen, den er je kennengelernt habe. Andererseits spielte der verstorbene Songwriter eine große Rolle für die Karriere Youngs – was dieser nun in einer berührenden Erinnerung würdigt.

Am Freitag (20. Januar) meldete sich Neil Young auf seiner Website zu Wort und bezeichnete David Crosby nach seinem Tod als Unterstützer und geliebten Freund.

„David ist von uns gegangen, aber seine Musik lebt weiter“, schrieb der 77-Jährige. „Als Seele von CSNY waren Davids Stimme und seine Energie das Herzstück unserer Band. Seine großartigen Songs standen für das, woran wir glaubten, und es war immer lustig und aufregend, wenn wir zusammen spielen konnten.“

Songs wie „Almost Cut My Hair“ und „Dejavu“ bezeichnete Young als „wunderbar zum Jammen“, die Zeit als Band war ihm ein „großer Spaß“. Besonders hob er den Gesang Crosbys mit Graham Nash heraus, den er als Höhepunkt vieler Shows der Band beschrieb.

Young weiter: „Wir hatten so viele tolle Zeiten, besonders in den frühen Jahren. Crosby war ein Unterstützer und Freund in meinem frühen Leben, denn wir haben viele Erfahrung gemeinsam gemacht. David war der Katalysator für viele Dinge. Mein Herz schlägt für Jan und Django, seine Frau und seinen Sohn. Ich sende euch ganz viel Kraft. Danke, David für deinen Spirit und deine Lieder, ich liebe dich. Ich werde die guten Zeiten immer in Erinnerung behalten.“


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David Crosby hatte 1968 gemeinsam mit Stephen Stills und Graham Nash die Band Crosby, Stills & Nash gegründet. Um mit ihrem Debütalbum auf Tour gehen zu können, gesellte sich ein Jahr später Neil Young (der mit Stills bei Buffalo Springfield gespielt hatte) dazu. Zu viert gelang eine ganz besondere Chemie, die vor allem auf dem 1970 veröffentlichten Album „Déjà Vu“ zu hören ist. Anschließende Konflikte, aber auch die Tendenzen der Musiker, selbständig Musik machen zu wollen, sorgten für eine wechselhafte Bandgeschichte und zahlreiche zwischenmenschliche Konflikte, die genauso wie die Musik zum Teil des Mythos‘ rund um die Supergroup wurden.

Crosby und Young wirkten auch auf den Soloalben des jeweils anderen mit. So sind CSN auf Neil Youngs bekanntestem Album „Harvest“ (1972) zu hören. Young und Nash unterstützten Crosby ein Jahr zuvor auch bei seiner ersten Soloeinspielung „If I Could Only Remember My Name“.

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