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„Neo Magazin Royale“: Jan Böhmermann feiert das Volksfest der Fickmusik

Bald ist Weihnachten, und deshalb lautete der Hashtag der aktuelle Folge des „Neo Magazin Royale“ #w1810 („W-ein-acht-ten“) – ein „Schmankerl“ für Netzjargon-Abkürzungs-Nerds. Zu Gast war Dietmar Wischmeyer, den Böhmermann den „Grandseigneur der Satire“ nannte. Und weil es auf das Fest der Liebe zu geht, bastelte Photoshop Philipp Weihnachtskarten, wie immer mit viel Liebe – und mit ClipArt von Word 97 und der Schriftart Comic Sans.

Im Stand-up-Programm witzelte Böhmermann unter anderem über YouTuber, die Bundespräsidentenwahl in Österreich und Modedesigner Harald Glööckler – mit regem Einsatz von Captain Obvious. Außerdem kommentierte der Moderator eine Sendung im marokkanischen Fernsehen, in dem geschlagenen Frauen allen Ernstes Schminktipps gegeben wird, um ihre blauen Augen und Schwellungen zu überdecken.

Ob Böhmermanns neues Computerspiel „Game Royale – The Secret of Janni’s Island“ das perfekte Geschenk unterm Christbaum ist, ließ er live in der Sendung von einer „Peer Group“ testen. Herr  Rüdiger Wolfmann, Bauarbeiter und AfD-Wähler aus Mulde am Loch, möchte sich zuallererst beschweren: einen Witz über Lena Meyer-Landrut findet er nicht lustig, während der „Quoten-Ausländer“, ein Diplom-Informatiker aus Syrien, die Witze nicht versteht. Die kinderlose Hausfrau Frauke aus Neukölln beschwert sich über Sexismus im Spiel, weil Side-Kick William Cohn in einer Szene „Hihi, Scheide“ sagt. Das nimmt Böhmermann sofort in der Mängelliste auf. Am Ende besteht das Spiel jedoch die Testphase: Die Gaming-Profis vergeben fünf von sieben Sternen.

Schluss mit Sexismus!

Ein Viralhit wie das Gleichberechtigungs-Lied „Verdammte Scheide“ von Gag-Autorin Giulia Becker aus der Sendung von vergangener Woche ist diesmal nicht dabei, jedoch ist ein Höhepunkt dieser Ausgabe eine neue Folge der Rubrik „Prism is a Dancer“, bei dem das Team die Internet-Sünden der Studiogäste aufspürt. Diesmal musste vor allem Marco aus Velden dran glauben: Der sinkt mit ungläubiger Miene immer tiefer in seinen Sitz, als Böhmermann detailliert seine Wohnungseinrichtung beschreibt – diese Informationen hat er allesamt von einer Schauspielerin, die das Neo-Magazin-Royale-Team kürzlich getarnt als Couchsurferin in die Wohnung des Studiogastes eingeschleust hat.

Die Sendung kann man unter neo-magazin-royale.de anschauen. Sehen Sie hier noch einmal die Abrechnung mit dem Alltagssexismus aus der Sendung vom 1. Dezember:

 


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