„Tarantino sollte sich schämen“: PETA wütet über „Once Upon A Time … In Hollywood“

Ab nächstem Donnerstag (15. Juli) ist der langersehnte, neunte Film von Quentin Tarantino auch in den deutschen Kinos zu sehen. „Once Upon A Time…In Hollywood“ ist im Los Angeles der späten sechziger Jahre angesiedelt und begleitet TV-Star Rick Dalton (Leonardo DiCaprio) und seinen besten Freund und Stuntman Cliff Booth (Brad Pitt) beim Versuch Aufträge zu ergattern. Es überrascht nicht, dass das damalige Showgeschäft guten Nährboden für die ein oder andere dekadente, kontroverse Szene bietet – dass Tarantino dafür aber einen inkorrekten Umgang mit Tieren in Kauf nahm, kritisierte die Tierschutzorganisation PETA  nun heftig.

In einer Stellungnahme machte der Verein auf die Darstellung kupierter Pitbulls in dem Film aufmerksam und erklärte, die Rasse gehöre zu den am meisten missbrauchten Hunden. Im Kupier-Prozess werden ihnen Ohren oder andere Körperteile verstümmelt, um sie bedrohlicher aussehen zu lassen. Auch Tarantino habe in seinem Film derart modifizierte Tiere eines berüchtigten Züchters gezeigt, so PETA.

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Die Darstellung und Weiterverbreitung dieses Images sei der Grund, weshalb Pitbulls auch weiterhin missbraucht werden, so PETA:

Genau diese Darstellung der Hunde trägt dazu bei, dass Pitbulls weiterhin als Statussymbol gelten. Sie werden oftmals unüberlegt über Internetportale angeschafft oder aus dem Ausland illegal nach Deutschland eingeführt und zählen letztlich zu den schwer vermittelbaren Tieren und ‚Dauergästen‘ in Tierheimen. Kein Tier wird aggressiv geboren. Verantwortungslose Halter trainieren Pitbulls die Aggressivität häufig auf grausame Weise an. Insbesondere in dubiosen Kreisen sind die Hunde sehr beliebt und werden teilweise sogar bei illegalen Hundekämpfen aufeinandergehetzt. Tierschützer engagieren sich seit vielen Jahren für Pitbulls und gegen die Pitbullzucht. Mit der Darstellungsweise im Film hat Tarantino die jahrelangen Bemühungen zum Schutz dieser Tiere mit Füßen getreten. Er sollte sich schämen.“

Für seine besonderen schauspielerischen Leistungen wurde Brandy, der Pitbull aus „Once Upon A Time…In Hollywood“, bei den Filmfestspielen in Cannes mit einem „Palm Dog Wamiz“ ausgezeichnet. Dieser wird jedes Jahr an den besten filmischen Auftritt eines Hundes verliehen.

Auch für eine weitere Szene geriet Tarantino bereits in die öffentliche Kritik. Die Tochter von Bruce Lee beschwerte sich über das angeblich verfälschte, realitätsferne Bild, das in einer berüchtigten Szene von der Kampfsport-Legende gezeichnet wurde. Finden Sie hier die Filmkritik des ROLLING STONE.


Tarantinos „Once Upon A Time In Hollywood“ kommt als längerer Fassung ins Kino

Quentin Tarantinos jüngster Film „Once Upon a Time in Hollywood“ wird mit vier neuen Szenen aus bisher unveröffentlichtem Filmmaterial von insgesamt 10 Minuten erneut ins Kino kommen. Die aktualisierte Fassung, die nun fast drei Stunden lang ist, wird ab Freitag (25. Oktober) in mehr als 1.000 nordamerikanischen Lichtspielhäusern zu sehen sein. Adrian Smith, Sonys Präsident für den nationalen Vertrieb erklärte: „Das Publikum den Film sehr gemocht und sich für ihn eingesetzt.“ Weiter sagte er: „Und wir freuen uns darauf, ihnen eine weitere Gelegenheit zu bieten, den Film so zu sehen, wie er sein sollte – im Kino auf der Großleinwand…
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