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Highlight: Buyer’s Guide: Pixies, Breeders und Frank Black – die Alben und Raritäten

Pixies – „Doolittle“

Beinahe jeden Monat explodierte der Untergrund, und all diese entfesselten, schmutzigen, apokalyptischen Gitarren, all diese gemurmelten und genölten Fetzen, all dieser Wahnsinn kam aus Amerika. Schon auf dem Cover von „Land Speed Record“ hatten Hüsker Dü eine Halle voller Särge, bedeckt mit der amerikanischen Flagge, abgebildet. Und am Ende des Jahrzehnts, der Achtziger, war zum großen, wütenden Zwei-Minuten-Krach die Melodie gekommen. Es war der Abend vor Nirvana.

Die unvergesslichste Platte dieser Zeit aber ist „Doolittle“ von den Pixies, geschrieben von einem Schrat namens Black Francis, der eigentlich Charles Thompson heißt. Auf „Surfer Rosa“ brachte er die Energie eines Knallfrosches mit mexikanischer Folklore und Dada zusammen und ließ alles hochgehen, auf „Doolittle“ verschmolz er Surf-Gitarren mit Brüll-Orgien, Hardrock und Weltraum-Märchen. „Doolittle“ ist reiner Surrealismus, obwohl wir es damals noch nicht verstanden. Obwohl wir es niemals verstanden. „Got me a movie/ I want you to know/ Slicing up eyeballs/ I want you to know/ Girlie so groovie/ I want you to know“: Mit den ersten Zeilen von „Debaser“ und dem einsetzenden Inferno stand fest, dass Black Francis der Rockmusik eine neue Sprache erfunden hatte.

Seine Mitspieler waren nicht nur die coolsten des Planeten, sie spielten auch wie Tiere: Mrs. John Murphy am Bass heißt heute Kim Deal und war sexy wie Kim Gordon und Tina Weymourth, David Lovering war ein höllischer Trommler, und Joey Santiago war ein Einwanderer, der besser Gitarre spielte als Black selbst. Die Platte enthält ausschließlich Hits und nahm „Nevermind“ auch in dieser Hinsicht vorweg: „Here Comes Your Man“, „Wave Of Mutilation“, „La La La Love You“, „Gouge Away“ und „Monkey Gone To Heaven“ sprengten jede Indie-Disco. Man konnte tanzen zu Gitarren-Rock! So sehr Francis diese Lieder beschleunigte und zerhackte – Songs wie „Mr. Grieves“ blieben Blues, Songs wie „Crackity Jones“ blieben Punk, Songs wie „Hey“ blieben Pop. Und alles blieb einzigartig. Jede Underground-Band seitdem verdankt sich einem Teil von „Doolittle“, aber nur Kurt Cobain kam dem Genie von Black Francis nahe.



Buyer's Guide: Pixies, Breeders und Frank Black – die Alben und Raritäten

Follow @sassanniasseri Essenziell Pixies: Bossanova (1990) Eine Ode an zwei Themen amerikanischer Popkultur: Surfen und Ufos. Melancholische Strandlieder, weil Black Francis wie Beach Boy Brian Wilson zwar von Abenteuern berichtete, beide sie aber nicht selbst erlebten. Die anderen schwammen, Francis saß mit der Gitarre im Sand – hatte also mehr Zeit zum Nachdenken. Sang von Untertassen in der Area 51 und einer magischen Puppe namens Velouria, die in den Wäldern haust. „Als würden Psychopathen Songs für ein B-Movie aus den 50er-Jahren komponieren“, urteilte Blur-Gitarrist Graham Coxon. Eine Paarung unwahrscheinlicher Härte („Rock Music“) mit Wassermelodien („Ana“), die Gitarrist Joey Sant-iago so…
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