Freddie Mercurys erster Auftritt mit Queen war ein purer Schock


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Über fünfzig Jahre sind vergangen, seitdem Freddie Mercury (damals noch unter seinem Geburtsnamen Bulsara) Brian Mays und Roger Taylors Band Smile beigetreten ist. Der Grundstein für Queen, die sich aus dem Projekt weiterentwickelten, war damit gelegt.

„Wir steckten alle noch in unseren Kinderschuhen“

Roger Taylor hat nun Erinnerungen über diese gemeinsamen musikalischen Anfänge geteilt. An die Reaktionen des Publikums auf Freddie Mercury erinnert er sich so: „Die Leute konnten ihn nicht so recht einordnen. Er war noch nicht die ausgereifte Bühnenpersönlichkeit, als die man ihn später kennen sollte. Wir steckten alle noch in unseren Kinderschuhen.“

Der spätere Gitarrist Queens Brian May erinnert sich, dass Roger Taylors Mutter irritiert von seinem neuen Look war  — besonders der Rockstar-Mähne: „Was machst du da und warum schneidest du deine Haare nicht?“ Trotz ihrer anfänglichen Irritation empfing sie die Band herzlich in ihrem Haus.

Das Geheimnis der perfekten Bügelfalte

Taylor erzählt dazu: „Wir hielten uns oft in meinem Haus auf und sie konnte sich einfach nie erklären, wie Freddies Hosen ihre perfekte Bügelfalte bekamen. Denn sie sahen jeden Morgen makellos aus, obwohl Freddie bloß auf einer Matratze am Boden schlief. Irgendwann kam heraus — er legte sie einfach unter die Matratze und bügelte sie so quasi während des Schlafens.“

Auch an Freddie Mercurys Maxime erinnert sich Taylor zurück: „Für Mode muss man leiden!“

„Er wurde besser und besser und besser“

Den ersten Auftritt, den Taylor und May zusammen mit Freddie Mercury gaben, beschreibt Taylor als „puren Schock“. Es sei „schrecklich lange her gewesen“ und Mercury sei nicht so gut gewesen, wie er später werden sollte: „Er hatte eine außergewöhnliche Stimme und wurde besser und besser und besser“. Der besagte erste Auftritt der Band fand am 27. Juni 1970 statt. Damals spielte noch Mike Grose den Bass, bevor dieser Anfang 1971 durch John Deacon ersetzt wurde.