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Deshalb wurden Queen in den 80ern zur Disco-Band


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„Another One Bites The Dust“ ist die meistverkaufte Queen-Single aller Zeiten. Dass man sie auch als ihre wahrscheinlich beste bezeichnen muss, liegt an dem Mann, der sie letztlich angezettelt hat.

Nein, nicht an Freddie Mercury, der sowieso am liebsten große, theatralische Balladen sang. Sicher auch nicht an Brian May, der jeglicher Gitarren-Reduzierung durch Dance-Beats argwöhnisch gegenüberstand, anders als Drummer Roger Taylor.

Queen 1982

Disco nur wegen John Deacon

Der stille Bassist John Deacon aber war ein richtiger Soul-Fan und hing, so will es die Legende, sogar bei den „Good Times“-Sessions der Gruppe Chic ab, bei denen er sich die berühmte Bassline von Bernie Edwards persönlich erklären ließ, um sie dann in leicht abgewandelter Form zum Totem-artigen Rückgrat des Welthits zu machen. Der ganze Disco-Aspekt bei Queen ist definitiv Deacons Ding.


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Auf dem folgenden Album „Hot Space“ (1982) tobt sich Deacons Lust auf Disco-Queen dann vehement aus, jedenfalls auf der sehr kohärenten A-Seite. Stücke wie „Back Chat“ oder „Body Language“ klingen aus heutiger Perspektive visionärer als damals. Bass und Drums sind fast ausschließlich elektronisch, Brian May war die meiste Zeit offenbar in der Teeküche, gegen all das ist aus heutiger Warte nichts auszusetzen.

„Hot Space“ von Queen: Modern – aber nicht hot

Für Freunde von Queen als Rocker muss es aber ein Albtraum gewesen sein, ich persönlich habe damals andere, für mein Empfinden modernere Dinge als Queen gehört – eine Auffassung, mit der ich objektiv falsch lag, denn „Hot Space“ war tatsächlich sehr modern. Allerdings weit davon entfernt, „hot“ zu sein. Eiskalt vielmehr, der Atmosphäre der eher weißen New Yorker Schwulenclubs der frühen 80er-Jahre verpflichtet, eher Stroboskop als Discokugel.

Freddie Mercurys superaufgeladene Performance macht das Werk etwas anstrengend, zum regelrechten Work-out. Es geht ein wenig zu wie im Fitnessstudio, wie sie damals groß in Mode kamen -und in denen diese Platte bestimmt auch sehr gerne benutzt wurde.

Ebet Roberts Redferns

Ehemaliger Assistent von Freddie Mercury: „Er starb in meinen Armen“

In einer neuen TV-Show äußerte sich Peter Freestone, ehemaliger Assistent Freddie Mercurys, zu den letzten Stunden des 1991 verstorbenen Queen-Sängers. In „OHNE Maulkorb MIT Dolezal“ kommt Rudi Dolezal – Regisseur und ehemaliger Vertrauter von Freddie Mercury – mit prominenten Persönlichkeiten ins Gespräch.  Gegenüber Doleza berichtete Freestone, was seine Zusammenarbeit mit Queen im Kern auszeichnete: „Mein Job war es, zwölf Jahre darauf zu achten, dass Freddie gut aussah, wenn er das Haus verließ.“ Und sagte dann: „Daher war ich es auch, der ihm seine letzte Kleidung anzog, bevor der Sarg geschlossen wurde. Er starb in meinen Armen.“ Letzte Schnittstelle zu Freddie…
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