ROLLING STONE-Ausgabe 07/2019 MIT EXKLUSIVER PHIL COLLINS 7-INCH SINGLE
Highlight: Rammstein-Countdown: Alles, was wir über das neue Album und die Tour wissen

Rammstein live in Gelsenkirchen: Alles zu Tickets, Sicherheit, Wetter, Anfahrt

Am Montag, 27. Mai und am Dienstag, 28. Mai, treten Rammstein in Gelsenkirchen auf. Hier gibt es auf einen Blick alles Wichtige zum Auftritt in der Veltins-Arena.

Gibt es noch Tickets für Rammstein in Gelsenkirchen?

Jein. Offizielle Tickets in den normalen Kategorien sind alle ausverkauft. Aber es gibt noch Restkontingente von VIP-Tickets für das Konzert am Dienstag. Kostenpunkt: 275 Euro.

Es gibt auch noch Hospitalitytickets für den LaOla-Club, die am Montag und am Dienstag von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr im ServiceCenter an der Geschäftsstelle des FC Schalke 04 verkauft werden.

Kooperation
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Fans, die versuchen, Karten über Viagogo oder andere dubiose Seiten zu erwerben, seien hier noch einmal gewarnt: Die Tickets für die anstehende Europa-Tournee von Rammstein sind allesamt personalisiert. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Sie keinen Zutritt ins Stadion bekommen, wenn Sie eine solche Karte kaufen. Fans von Ed Sheeran mussten im vergangenen Jahr für diesen Fehler bluten und werden auch 2019 wieder leer ausgehen. Sparen Sie sich also das Geld und warten Sie lieber vor dem Stadion. Hier wird es ganz sicher genügend Möglichkeiten geben, an ein Rammstein-Ticket zu kommen.

Gibt es eine Vorband?

Ja. Rammstein bestätigten am 23. Mai, dass das Duo Jatekok als Special Guest bei der kommenden Stadion-Tour dabei ist Sie werden das Rammstein-Album „Klavier” vierhändig auf zwei Pianos spielen.

Welche Songs spielen Rammstein?

Die Setlist vor den ersten Konzerten ist natürlich noch geheim. Aber es gibt natürlich Hinweise.

Zu Silvester 2018 sowie am 02. Januar traten die Berliner in Puerto Vallarta, Mexiko, auf – ohne einen einzigen neuen Song zu spielen, was jedoch absehbar erschien. Natürlich werden Rammstein ab Frühling ihre Klassiker („Amerika“, „Du hast“) im Programm haben, aber bis zu zehn Songs dürften sicher austauschbar sein:

Rammstein: Setlist Explanada Flamingos, Puerto Vallarta, Mexico, 02. Januar 2019

  1. Ramm 4
  2. Reise, Reise
  3. Hallelujah
  4. Zerstören
  5. Keine Lust
  6. Feuer frei!
  7. Seemann
  8. Mein Teil
  9. Du riechst so gut
  10. Mein Herz brennt
  11. Links 2-3-4
  12. Ich will
  13. Du hast
  14. Ohne dich

Zugabe:

  1. Sonne
  2. Amerika
  3. Stripped (Depeche-Mode-Cover)

Zugabe 2:

  1. Te quiero puta!

Gibt es schon Bilder von der neuen Bühne?

Ja, seit Mai wissen wir auch schon etwas weiter, wie die Bühne aussehen wird. Die Band testete sie in Berlin. Es wird eine gigantische Licht-Show geben. Möglicherweise bedeutet das auch: weniger Feuer!

Wie wird das Wetter, wenn Rammstein in Gelsenkirchen spielen?

Der Wetterbericht verspricht freundliches, bewölktes Wetter für den Gig am Montag. Es werden Höchsttemperaturen 19 Grad und schwacher Wind mit frischen Böen erwartet. Zur Nacht hin sinkt die Temperatur auf 13 Grad ab. Die Regenwahrscheinlichkeit ist sehr gering.

Am Dienstag wird es etwas frischer. Nur 16 Grad sind drin, dazu viele Wolken. Die Möglichkeit, dass es regnet, ist auf jeden Fall gegeben. Für Nachmittag und Abend ist unbeständiges Wetter angekündigt. Zum Ende des Konzerts hin wird es recht frisch werden.

(Quelle: wetter.de, Stand: 24. Mai 2019)

Wie komme ich zum Stadion?

Bei der Anreise ist zu beachten, dass nicht für jeden Besucher ein freier Parkplatz im Stadionumfeld zur Verfügung gestellt werden kann. Damit alle Besucher eine möglichst unkomplizierte An- und Abreise zum Veranstaltungsgelände haben, wird aufgrund der Größe der Veranstaltung dringend empfohlen, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.

Bus und Bahn
Die Anreise erfolgt ab dem Hauptbahnhof Gelsenkirchen mit der Stadtbahnlinie 302 in Richtung Gelsenkirchen-Buer Rathaus bis zur Haltestelle VELTINS-Arena.

Mobilitätseingeschränkte Personen nutzen die Haltestelle Willy-Brandt-Allee. Die Linie 302 pendelt im verkürzten Takt zwischen dem Hauptbahnhof Gelsenkirchen und Buer Rathaus. Die 302 fährt auch zum Bochumer Hbf.

PKW
Die VELTINS-Arena ist ab der jeweiligen Autobahnausfahrt der Autobahnen A2 und A42 gut zu erreichen. Wir empfehlen der Wegweisung zur VELTINS-Arena bzw. der Zielwegweisung des dortigen Parkleitsystems zu folgen. Ignoriert dort bitte das Navigationsgerät. Die Parkgebühr auf den öffentlichen Parkplätzen A bis E beträgt 5 Euro.

A2, AS Nr. 5, Essen/Gladbeck
A2, AS Nr. 6, Gelsenkirchen – Buer
A2, AS Nr. 7, Herten

A42, AS Nr. 15, Gelsenkirchen – Heßler
A42, AS Nr. 17, Gelsenkirchen – Schalke

A52, AS Nr. 42, Gelsenkirchen – Buer-West

Eine weitere Empfehlung bei einer Anreise mit dem Pkw ist, an einer der zahlreichen Haltestellen der Linie 302 zuzusteigen und das Auto im Umfeld der jeweiligen Haltestelle zu parken.

Der Parkplatz Gelsenwasser wird ein reiner „Bring- und Abholparkplatz“ sein.

Taxi
Ein Taxistand befindet sich auf der Buswendeschleife an der Parkallee.

Bus
Busse nutzen den Parkplatz P6 (40 Euro).

(Quelle: Veltins-Arena)

Was muss ich wegen der Sicherheit in der Veltins-Arena beachten?

Diese Gegenstände sind im Stadion verboten:

  • Große Taschen wie Rucksäcke größer als das Format „DIN A4“ (21,0 x 29,7 cm), Shopper-Taschen, Reisetaschen, Koffer, Körbe und Kühltaschen
  • Professionelle Kameras mit Wechsel- und/oder Zoomobjektiven und Videofunktion
  • Audio- und Videoaufnahmegeräte aller Art
  • Licht- und Videoausrüstungen
  • GoPro Kameras
  • Selfie Sticks
  • Elektronische Geräte wie z.B. Tablets, Laptops, Powerbanks, mit Ausnahme von Mobiltelefonen
  • Essen und Getränke (beides ist in der Halle erhältlich)
  • Stühle
  • Waffen, Messer, Taser, Schlagstöcke, Pfefferspray etc.
  • Glasbehälter
  • Taschenlampen, Schlüssel- & Geldbörsenketten, Leuchtstäbe, Laserpointer, große Fahnen und Poster (inkl. Stöcke)
  • Helme

(Quelle: Veltins-Arena)

Wie gut ist das neue Album?

Rammstein sind back in the game. Seit Freitag (17. Mai) steht die neue LP „Rammstein“ in den Läden und kann gestreamt oder heruntergeladen werden. Der Nachfolger von „Liebe ist für alle da“ wurde wochenlang mit Promotionaktionen begleitet, die nun wirklich Lust darauf machten, das komplette Album zu hören. Zu den Singles „Deutschland“ und „Radio“ gab es zunächst nur Soundschnipsel zu hören, die zumindest mächtige Riffs und auch ein paar Klangexperimente erwarten ließen. Genau das dürfen die Hörer nun auch erwarten.

ROLLING STONE hat sich mal umgehört, wie unsere Kollegen die neuen Songs von Rammstein so finden.

Rammstein: Neues Album – Kritikerspiegel

Unsere Kollegen vom MUSIKEXPRESS sind nicht gerade euphorisch. Zu viel Unfug und einiges erstaunlich ironiearm, befindet Oliver Götz:

„Ihr siebtes Album nach zehn Jahren Wartezeit haben die Berliner nun nichtsdestotrotz als ein ungewöhnliches, mutiges Werk ankündigt. Aber gerade dieses bisschen Mut führt leider zu Unfug wie dem 90s-Dorftechno-Refrain in dem Stück „Ausländer“ oder mündet in bekannte Standard-Arrangements wie dem längst auserzählten Schwarzmetaller-Witz „Treffen sich ein Chor Gregorianer und ein halbes Dutzend Gitarristen mit Bauchgrimmen …“ („Zeig dich“) oder dem Industrial-Rock’n’Roll der Ministry-Oldschool („Sex“). Oder die Ideen werden einfach nicht konsequent zu Ende verfolgt – wie in „Diamant“, wo Till Lindemann als leidenschaftsgefolterter Bariton Idol Roland Kaiser in den Kitschkrieg folgt, nur um nach halbem Lied wieder kehrtzumachen.“

Thorsten Zahn befindet für METAL HAMMER, dass Rammstein einen eleganten Weg gefunden haben, das Altbewährte nicht langweilig werden zu lassen.

„Rammstein wiederholen gewisse Schemata, ohne zu langweilen. Erinnerungen an bereits gehörte Songs in der Vergangenheit sind nicht ideenlos, sondern gewollt. (…) Alle Extreme, die das Rammstein-Universum hergibt, werden ausgelotet. Harte Riffs, tanzbare Beats (‘Radio’ zum Beispiel ist ein Glanzstück eines Ohrwurms), wundervolle Harmonien und mitreißende Melodien: Das Album bietet alles in einem.“

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Andreas Borcholte von SPIEGEL Online findet die neue Platte von Rammstein ganz witzig und glaubt, dass man tiefere Botschaften lieber nicht suchen sollte.

„Im Zweifel regelt’s eh der Trieb, das Animalische. Dafür steht „Sex“, ein musikalisches Dampframmeln, das in der Strophe deftig über „dralles Fleisch“ sinniert und im launig-hymnischen Refrain fast schon an die Toten Hosen erinnert: „Komm mit mir / Wir leben nur einmal / Wir lieben das Leben / Wir lieben… SEX“. Ein weiterer Beleg dafür, dass Rammstein niemals mit Intellektuellen verwechselt werden sollten.“

Juliane Liebert macht sich in der SÜDDEUTSCHEN ein wenig lustig über die hermetische Abriegelung des neuen Materials seitens der Plattenfirma und findet, dass die Band ganz bewusst verwirren will (um damit am Ende keinen zu enttäuschen?):

„Die eigentlich interessante Frage ist: Wie kann man das als Band aufrechterhalten, wenn die liberale Gesellschaft nur noch wenig Reibungsfläche bietet? Die Antwort von Rammstein war zunächst: Durch Strenge und Monumentalität. Aber wie reagiert eine solche Band ästhetisch darauf, wenn rechtsradikales Denken wieder zu einer politischen Kraft wird? Mit radikaler Verwirrung. Rammstein mussten gar nicht auf die neue politische Lage reagieren in dem Sinn, dass sie sich neu erfinden mussten, um nicht ihrerseits nazimäßig rüberzukommen. Sie verstärken einfach nur, was sie längst machen: nationalen Steam-Punk-Karneval.“

In der FAZ zeigt sich Tobias Rüther etwas gelangweilt von der Rammstein-Masche. Risiken gehe die Band inzwischen nicht mehr ein:

„So oft, wie Rammsteins Sänger Till Lindemann in all den Jahren schon mit rollendem R den „Schmerz“ angesungen, das „Weib“ beschworen, die Himmelsmächte zu Zeugen berufen hat, am „Weltempfänger“ gedreht oder sich selbst als Schlachtermeister Biberkopf inszeniert hat, ist da kein Platz mehr für Risiko. Rammstein herrschen über ihre Motivwelten, und sie beherrschen sie streng. „Wenn das Blut die Tinte küsst“, singt Lindemann auf „Tattoo“, „wenn der Schmerz das Fleisch umarmt“ – Texte, wie aus Kühlschrankmagneten montiert. Und im Kühlschrank dahinter dann Blutwurst und Sauerkraut.“

Auch Jens Balzer klärt für die ZEIT auf, dass es besser für die Hörer der neuen Platte von Rammstein ist, nicht nach dem Sinn zu fragen. Till Lindemann wünscht er mehr Zeit bei der Bearbeitung der Texte:

„Was die Welt von Rammstein zusammenhält, ist also das, was Welten nicht zusammenhält: die Feier des Selbstwiderspruchs und die generelle Unfähigkeit, sich zu entscheiden oder auch nur einen klaren Blick auf die eigenen Bedürfnisse und Gefühle zu erhalten. Damit passen Rammstein – obgleich die Mitglieder schon in ihren Fünfzigern sind – gut zu der gerade nachwachsenden Prokrastinationsgeneration Z. Manchmal würde man sich dennoch wünschen, dass Till Lindemann beim Texten etwas aktiver vorginge. In der Wahl der rhetorischen Mittel ähnelt ein Stück dem nächsten, das wirkt auf Dauer doch etwas ermüdend. Neben dem viel beschworenen Oxymoron böte sich vielleicht ergänzend das Hendiadyoin an, das Anakoluth oder die Paronomasie; in Fragen der stilistischen Varianz hat Lindemann die Möglichkeiten der deutschen Dichtkunst und das Vermächtnis seiner Väter noch nicht ganz ausgeschöpft.“

Alles über Rammstein und das neue Album und dazu das große Interview mit der Band lesen Sie in der kommenden Ausgabe des ROLLING STONE (ab 29. Mai im Handel)

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