Neue Podcast-Folge: „Die Streifenpolizei“ über die Favoriten der Oscar-Verleihung

Der seidene Faden Die letzte Vorstellung


Paul Thomas Anderson, der Regisseur, der gebrochene Menschen penibel in makellose Sets setzt, und der Schauspieler Daniel Day-Lewis, der jeden Abgrund aufs Subtilste ausleuchten kann, sind ein perfektes, wenn auch anstrengendes Paar.

„Der seidene Faden“ ist der letzte Film des Mimen, der sich zur Ruhe gesetzt hat. Er gibt den spleenigen Schneider Reynolds Woodcock, der in den 50er-­Jahren mit seiner klassischen Mode die Damen der Londoner High Socie­ty einkleidet. Sein von Routinen bestimmtes Leben gerät ins Wanken, als er sich in die Kellnerin Alma (Vicky Krieps) verliebt, weil er in ihr das perfekte Model für seine Kleider erkennt. Doch die ist mehr als eine Anziehpuppe und verzweifelt bald an dem idiosynkratischen Genie.

Overacting und Overdirecting auf höchstem Niveau.

Kooperation


Alter, Tod und Blasensteine – Das Thema „Krankheit“ in der Popmusik

  Eric Pfeils Pop-Tagebuch, neue Folge 2 „Rock’n’Roll is an old man’s game now“, sprach kürzlich mein Held, der 60-jährige Songschreiber Robyn Hitchcock. Da hat er natürlich Recht, die big players sind alle um die Siebzig: die Rolling Stones, Paul McCartney, Bob Dylan, Leonard Cohen, Howard Carpendale. War Altern in der Popmusik in den Achtzigern aber noch ein großes Problem (was zu katastrophalen Midlife-Crisis-Produkten von Leuten wie Lou Reed, Neil Young oder Dylan führte), kräht heute niemand mehr direkt „Aufhören!“, sobald sich irgendwo Rock-Veteranen mit Knitterlook zum Saitenzupfen versammeln. Natürlich ist das Musikgeschäft für einen Musiker im fortgeschrittenen Alter nicht…
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