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Herz aus Stahl Regie: David Ayer

Sony Kinostart: 1.1.

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Panzerschlachten in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs klingen erst mal (zumindest für amerikanische Ohren – Anm. d. Red.) nach Eskapismus für Action-Freaks. Doch der von David Ayer („End Of Watch“) anspruchsvoll und mit viel Herzblut geschriebene und inszenierte Film „Herz aus Stahl“ (im Original: „Fury“) lässt uns nicht einfach mit simpler Videospiel-Gewalt vom Haken. Vielmehr stößt er uns in das Höllenfeuer eines zynisch auf den Namen „Fury“ getauften, von Don „Wardaddy“ Collier (Brad Pitt) kommandierten Sherman-Panzers – so lange, bis wir uns genauso schäbig und misshandelt fühlen wie Colliers Mannschaft.

In ihren Kriegsjahren mit Sergeant „Wardaddy“ haben der gottgläubige Kanonier Boyd „Bible“ Swan (herausragend: Shia LaBeouf), der Lader Grady „Coon-Ass“ Travis (Jon Bernthal) aus den Südstaaten und der Fahrer Trini „Gordo“ Garcia (Michael Peña) ihren moralischen Kompass so justiert, dass sie einen Unterschied machen zwischen einem Mord und der Tötung des Feindes auf dem Schlachtfeld. Ja, sie sehen bis zur Ankunft des in Gefechten noch vollkommen unerprobten Grünschnabels und Schreibtischtäters Norman Ellison (Logan Lerman) nicht einmal das Blut an ihren Fingern. Normans Horror und Abscheu sind für die Mannschaft wie ein zerbrochener Spiegel, bis der junge Mann schließlich genauso abgehärtet ist wie seine routinierten Gefährten.

Ayers fängt die verschütteten Gefühle der Männer im Gefecht mit einer durchdringenden Unmittelbarkeit ein. Pitt ist gewaltig in dieser Rolle, eine Präsenz, die man selbst in „Wardaddys“ engstirnigem Blick jederzeit spüren kann. Aber es ist Lerman, der sich diesen Film schließlich mit seinem erschütternden, unvergesslichen Porträt korrumpierter Unschuld zu eigen macht.

„Herz aus Stahl“ will uns von der ersten Szene an packen und nicht mehr loslassen. Mission erfüllt.

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