Jochen Alexander Freydank Kafkas Der Bau



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Mit einigem Erfolg haben sich Orson Welles und Steven Soderbergh schon an Texten von Franz Kafka versucht. Der mit einem Kurzfilm-Oscar prämierte Regisseur Jochen A. Freydank („Spielzeugland“) versucht ihnen nun nachzueifern und inszeniert Kafkas Horrorfabel „Der Bau“ in fahlen Farben als Midlife-Crisis eines Endvierzigers, der für sich und seine Familie eine neue, luxuriöse Wohnung erworben hat und ganz allmählich von der Angst zerfressen wird, all das werde vielleicht nicht von Dauer sein. Axel Prahl kommt phäno­typisch dem dachsähnlichen Protagonisten der Erzählung durchaus nahe, doch Freydanks Inszenierung verliert sich bei ihrer Deutung in Klischees, statt einen neuen Blick auf den Text zu eröffnen. Im Kino gewesen. Gelangweilt.


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