Maurenbrecher Rotes Tuch

Repitphon/Broken Silence

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Foto: Repitphon/Broken Silence

Noch mehr als „No Go“ verschiebt „Rotes Tuch“ den Fokus weg vom klassischen Songwriting. Die zentralen Stücke des Albums sind Erzählungen, Beobachtungen, Reportagen, manchmal nur Gesprächsfetzen, die Maurenbrecher über Akkordvariationen schnaubt, gurgelt, höhnt. „Hochwasser“ verlegt Bob Dylans „High Water (For Charley Patton)“ in die im Jahr 2013 überschwemmten Gebiete Ostdeutschlands. Das neunminütige „Wer hat, der kriegt“ inszeniert er als frappanten Gesinnungswandel eines saturierten Verlegers. Nur sehr wenige Songschreiber können sich noch so genüsslich aufregen, ohne zu moralisieren. Seiner Kritik haftet nichts Elitäres an.

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