Pretenders Alone


Schon drollig, wenn aus einem geplanten Solo- schließlich ein Bandalbum entsteht, das dann „Alone“ getauft wird. Allerdings wird schnell klar, dass Chrissie Hynde hier alles richtig macht. Die Zusammenarbeit der 65-jährigen Amerikanerin, die einst die britische New-Wave-Szene prägte, mit Dan Auerbach: ein absoluter Glücksfall!

Der Black-Keys-Frontmann stellte die kongeniale Band um Mitglieder der Arcs sowie Dave Roe zusammen und hielt Duane Eddy für den Höhepunkt, „Never Be Together“, im Studio fest. Die Lässigkeit des Black-Keys-Grooves, die zahlreichen Blues-Elemente, gepaart mit dem Punkrock-Spirit von 1980 – besser könnte es den Pretenders 2016 nicht gehen. (BMG Rights)

Kooperation

Coldplay: Geschichte einer enttäuschten Liebe

Was ist nur aus dieser Band geworden, die einmal so treffend den „Trouble“ nach der verloren gegangenen Liebe besang, sich in die Gehirnwindungen eines Wissenschaftlers vergraben konnte, das erbarmungslose Verstreichen der Lebenszeit in eine grelle Klavier-Tanz-Nummer überführte und den Titel eines ihrer kürzesten und schönsten Songs dem goldenen Mantra eines Kultbuchs für Nerds und Studenten entlieh? Ich muss zugeben, dass ich an Coldplay verzweifle. Ich kann nicht begreifen, wie es möglich sein kann, dass vier doch recht begabte Typen, die einen Haufen unsterblicher Lieder geschrieben haben, plötzlich aufgehört haben, Musik zu machen. Oder wenigstens Musik, die berühren will. Wie sensibel…
Weiterlesen
Zur Startseite