Shakey Graves Can’t Wake Up

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Als „Best Emerging Artist“ gewann der Texaner 2015 einen Americana Music Award – doch die Schublade ist zu klein für Shakey Graves. „Can’t Wake Up“ klingt jenseits von One-Man-Band-Purismus, als hätte man zwei Dreampop-Loner und zwei Beatles-Enthusiasten mit My-Morning-Jacket- und Grateful-Dead-Platten und Garagen-Equipment auf eine einsame Insel verbannt.

Von wo sie nun betörende Funk-Signale wie „Counting Sheep“, „Back Seat Driver“ oder die tänzelnde Lone-Wolf-Persiflage „Dining Alone“ schicken, die oft knapp über dem Boden schweben, doch nie ins Esoterische abrutschen.

Und wenn Pop mehr heißt, als Minimales maximal aufzublasen, hat diese Musik in „Climb On The Cross“ oder „Cops And Robbers“ auch noch jede Menge Pop-Appeal. Zumal man sich von dieser warmen Stimme so gern in den Arm nehmen lässt. (Dualtone/SPV)

https://www.youtube.com/watch?v=4wpoIHYipyc
Shakey Graves: Jeder Song schlägt einen neuen Purzelbaum

Eine Platte, die „Can’t Wake Up“ heißt, weckt automatisch Assoziationen zum Träumen. Vielleicht deutet der Titel auch einen Albtraum an, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint. Shakey Graves ist eigentlich kein Träumer, nicht einmal ein passionierter Schläfer. Eher nutzt er den Tag so gut es geht, um Erle­digungen zu machen, Musik zu schreiben oder zu malen. Alejandro Rose-Garcia, wie der Musiker mit bürgerlichem Namen heißt, ist ein Workaholic. In den letzten Jahren produzierte der selbst ernannte „Gentleman aus Texas“ insgesamt zwölf EPs, vier Alben und unzählige Songs, die sicher noch erscheinen werden. Sie müssten raus, weil er sie loswerden wolle,…
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