Rolling-Stone-Autor Frédéric Schwilden gewinnt Nachwuchspreis für Musikjournalisten


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Beim Reeperbahn-Festival in Hamburg wurde dieses Jahr zum ersten Mal der Rocco-Clein-Preis für junge Musikjournalisten verliehen. Die nach dem viel zu jung verstorbenen „Oasis-Ultra“ und Musikjournalisten Rocco Clein benannte Auszeichnung soll junge Autoren dazu inspirieren, auch in schwierigen Zeiten an ihrem Traumberuf festzuhalten.

Eine Jury renommierter Musikjournalisten hatte für die Verleihung aus über 60 Einreichungen die bemerkenswertesten Texte ausgewählt, und schlussendlich die drei Autoren Britta Helm (Visions), Frédéric Schwilden (Rolling Stone, Berliner Morgenpost u.a.) und Jan Wehn (Spex, Juice u.a.) als gleich gewichtetet Sieger gekürt.

Die Preisverleihung fand am 27. September im Salon Schmidt auf der Reeperbahn statt. In seiner Rolle als Laudator erzählte Thees Uhlmann dabei unter anderem die Geschichte, wie ihm eine Erwähnung seiner Person in einer von Cleins Kolumnen vor Jahren die Kraft gab, das Musikmachen nicht aufzugeben.

Frédéric Schwilden hatte in der Juli-Ausgabe des ROLLING STONE in einer Tour-Reportage geschildert, wie die einstmals gehypte britische Band Art Brut damit umgeht den großen Ruhm nur um Haaresbreite verpasst zu haben und acht Jahre nach ihrem größten Hit „Emily Kane“ wieder in den kleinen Clubs angekommen zu sein.

Frédéric Schwilden bedankt sich mit folgendem Statement für die Auszeichnung:

In Hamburg, da wo alles begann, wo der deutsche Rolling Stone laufen, fliegen und rollen lernte vorbei an einer Pfütze Mageninhalt und den gesichtstätowierten Prolls, die jedem auf die Fresse hauen, auch Kindern, so erzählt man sich, vis-à-vis der sündigsten Fischbude Deutschlands, zwischen den kullernden Dosen am Boden des Spielbudenplatz, im Beisein der Familie von Rocco das Astra im Glas zu erheben, seinen Rocco-Clein-Preis anzunehmen, das ist Rock and Roll.

Schwildens Gewinnertext können sie hier lesen.