Sammy Hagar ist „bereit, krank zu werden und zu sterben“, wenn es der Musikindustrie hilft


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Sammy Hagar scheint genug von den Einschränkungen durch die Corona-Krise zu haben. Wenn es nach dem Musiker ginge, könnten schon bald wieder Konzerte stattfinden, um damit der Musikindustrie und der Wirtschaft des Landes zu helfen – auch wenn diese Entscheidung Menschenleben kosten würde.

Der US-amerikanische ROLLING STONE hat mehrere Künstler dazu befragt, wie sie dazu stehen, während der Corona-Krise Konzerte zu spielen. Die meisten waren sich einig, dass es keine gute Idee sei, voreilig auf die Bühne zurückzukehren und damit das eigene Leben und das der Fans zu riskieren. Sammy Hagar hat diesbezüglich aber eine ganz eigene Auffassung – und er ist sich im Klaren darüber, dass sie sehr umstritten ist.

Der einstige Sänger von Van Halen erklärte hierzu: „Ich habe kein Problem damit, eine Show zu spielen, wenn es noch keinen Impfstoff gibt, sofern die Fälle zurückgehen. Ich gebe hier mal ein radikales Statement ab. Das ist schwer zu formulieren, ohne anderen auf den Schlips zu treten, aber ehrlich gesagt, würde ich lieber krank werden und sterben, wenn dieses Opfer zu bringen ist.“

Sammy Hagar: „Wir werden alle mal sterben, Mann“

Welches Opfer gemeint ist, führte der Musiker im Folgenden aus: „Wir müssen die Welt und dieses Land schützen – vor dieser wirtschaftlichen Sache, die auf lange Sicht mehr Menschen töten wird. Ich würde es lieber sehen, wenn jeder wieder an die Arbeit geht. Wenn sich dafür ein paar von uns opfern müssten, OK. Ich werde für meine Kinder und meine Enkel sterben, damit sie in etwa so ein Leben führen können, wie ich es in diesem tollen Land hatte. So fühle ich halt. Ich werde nicht rumlaufen und die Krankheit verbreiten. Aber es gibt vielleicht eine Zeit, in der wir Opfer bringen müssen. Wie viele Menschen sterben täglich auf der Erde? Keine Ahnung. Es tut mir leid das zu sagen, aber wir werden alle mal sterben, Mann.“

John Fogerty: „Ich sterbe nicht für Donald Trump“

Eine andere Meinung vertritt dagegen beispielsweise John Fogerty: „Ich glaube, dass niemand von uns bereit sein wird, bis wir einen Impfstoff gefunden haben und sich die Menschen wieder sicher fühlen. Ich gehöre zum älteren Personenkreis und viele Menschen in meinem Alter sind gestorben. Vielleicht denkt da so ein Typ, dass es eine gute Idee ist, aber ich sterbe nicht für Donald Trump. Ich sterbe nicht für die Wirtschaft.“



Bruce Springsteen nennt Trumps Corona-Reaktion „nationale Schande“

Eigentlich wollte Bruce Springsteen in seiner Radioshow „From My Home To Yours” bei SiriusXM nur ein paar sommerliche Songs spielen. Doch die andauernde Corona-Krise verleitete ihn dazu, seine Pläne zu ändern. Stattdessen sprach er über die Gesundheit der Amerikaner. In der aktuellen Folge, die den Titel „From My Home To Yours...Volume 6: Down to the River to Pray” trägt, teilte der 70-Jährige seine Gedanken zu der aktuellen Gesundheitssituation und der fehlenden Reaktion der US-Führungskräfte mit. Donald Trump, Bruce Springsteen und der Jüngste Tag „Angesichts der mehr als 100.000 Amerikaner, die in den letzten Monaten gestorben sind, und der nichtssagenden, beschämten…
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