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Die besten deutschen Songs aller Zeiten: Die Toten Hosen – „Wort zum Sonntag“


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Seit mehr als 30 Jahren gibt es Die Toten Hosen. Sie gehören inzwischen so selbstverständlich zum deutschen Kulturgut, dass man sich gar nicht mehr überlegt, wie lustig das eigentlich ist: dass die größte Rockband dieses angeblich so spießigen und ernsten Landes diejenige ist, die mit Spaß-Punk wie „Opel-Gang“ anfing und mit „Zehn kleine Jägermeister“ ihre erste Nummer eins hatte.

Irgendwie irre, wem das gelingt gelingt: nach 30 Jahren noch einen Riesen-Hit wie „Tage wie diese“ zu landen, alle Hallen auszuverkaufen und mit über 50 eine weitere Teenager-Generation anzulocken?

Spaß und Sozialkritik müssen sich nicht ausschließen

Erfolg und Spaß sind allerdings nur ein Aspekt des Hosen-Universums, Sozialkritik und Engagement gehören genauso dazu – natürlich auch in der Musik, von „1000 gute Gründe“ über „Sascha“ bis zu „Ballast der Republik“.

Campino und Kollegen verstehen es jederzeit, Euphorie zu schüren, den Leuten dann aber auch ein paar Denkaufgaben nach Hause mitzugeben. Und es gibt kaum eine andere Band, bei der das Energie-Level seit so Langem so hochgehalten wird.

Im „Wort zum Sonntag“ brachten sie ihr Credo schon 1986 auf den Punkt: „Ich bin noch keine 60/ Und ich bin auch nicht nah dran/ Und erst dann werd ich erzählen/ Was früher einmal war/ Ich werde immer laut durchs Leben ziehn/ Jeden Tag in jedem Jahr/ Und wenn ich wirklich einmal anders bin/ Ist mir das heute noch scheißegal.“


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Eher unwahrscheinlich, dass sie in ein paar Jahren schon in den Sack hauen und nur noch von „Hier kommt Alex“ und den Rock-am-Ring-Triumphen, von den Ramones und Argentinien erzählen werden. Aber falls doch, haben sie immerhin die beste Geschichte: von den kleinen Punks aus Düsseldorf, die unwahrscheinlicherweise die größte Rockband ihres Landes wurden. Zumindest ein guter Grund, auf Deutschland stolz zu sein.


„Hope Street“: Campino kündigt Termine seiner Open-Air-Lesung an

Im Oktober 2020 veröffentlicht der Toten-Hosen-Sänger Campino sein erstes Buch „Hope Street: Wie ich einmal englischer Meister wurde“, welches der 58-Jährige im kommenden August mit insgesamt 14 Open-Air-Lesungen in Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz vorstellen möchte. Nun gab der Musiker die Termine für seine geplante Buchtour bekannt. Mit „Hope Street: Wie ich einmal englischer Meister wurde“ erzählt Andreas Frege – wie Campino mit bürgerlichem Namen heißt – von seiner Liebe zum Fußball und wie er als Sohn einer englischen Mutter und eines deutschen Richters im Alter von 10 Jahren zum treuen Fan des FC Liverpools wurde. In dem Buch…
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