Spezial-Abo

Vor dem Start von Staffel sieben: Warum „Game Of Thrones“ vielleicht nicht mehr zu retten ist

🔥ROLLING STONE hat gewählt: Das sind die 100 besten Serien aller Zeiten

Mit der sechsten Staffel von „Game Of Thrones“ gingen die Serienmacher die eigenen Wege, die sie bereits am Ende von Season fünf eingeschlagen hatten, weiter. Was blieb ihnen auch anderes übrig: Da George R.R. Martin, der literarische Schöpfer der „Song Of Ice And Fire“-Saga, mit dem Schreiben nicht mehr weiterkommt, haben die HBO-Autoren D.B. Weiss und David Benioff die Story selbst weiterspinnen müssen –  wenn auch nach Absprache mit Martin. Er soll ihnen sogar das Ende des Epos verraten haben, sofern es irgendwann noch in Buchform erscheint.

Wir erklären, warum die Macher der Serie sich vielleicht auf dem Holzweg befinden.

1. Die Khaleesi kann nicht mehr viel, außer sich auszuziehen

Natürlich hat der Striptease von Emilia Clarke, die als begehrteste „GoT“-Schauspielerin gilt, seit jeher nur einen Zweck erfüllt: Die Männer bei der Stange halten. Aber zuvor wurden die Entblößungs-Einlagen in den Staffeln eins bis drei (danach war Clarke immer angezogen) wenigstens halbwegs in die Handlung eingebettet. Etwa, wenn die „Khaleesi“ ihrem neuen Liebhaber Daario Naharis mit einfachen Mitteln den Kopf verdrehen wollte. Diente der Story, lässt sich nicht dran rütteln. Clarkes viel beachteter Nacktauftritt in Staffel sechs aber hatte nur den Zweck Quote zu schaffen.

Die Khal-Sippe vergöttert die Drachenmutter ja nicht, weil sie sich auszieht – sondern weil sie unbeschadet dem Flammenmeer entsteigt.

emilia-clarke-game-of-thrones-daenerys-targaryen

2. Alle anderen Nacktszenen: auch ohne Sinn und Verstand

Staffel fünf legte schon mal vor: Khaleesi-Dienerin Missandei wird beim Nacktbaden vom Soldaten „Grauer Wurm“ beobachtet – erst danach findet er sie so richtig hot. Warum erst dann? Königin Cersei hat das noch schlimmere Los getroffen. Wie in der Buchvorlage muss sie einen Bußgang durch ihre Stadt antreten. Nackt. Die Leute beschimpfen, bespucken, schlagen sie. Lena Headey, Top-Schauspielerin, spielt die Sequenz nicht selbst, sie lässt sich – es sieht gruselig aus – ihren Kopf digital auf den eines Körper-Models pflanzen.

HBO


„Game of Thrones“-Star Carice van Houten kritisiert überharte Fan-Reaktionen

Die niederländische Schauspielerin Carice van Houten, bekannt durch ihre Rolle der Melisandre in „Game of Thrones“, äußerte sich jüngst in einem Interview, dass sie die negativen Reaktionen auf die achte und letzte Staffel der HBO-Erfolgsserie für ungerechtfertigt hält. Im Gespräch mit „Insider“, sagte van Houten, dass sie persönlich die unkonventionelle Art, wie die Autoren an die letzte Staffel herangingen, genoss und, dass diese mit Sicherheit nicht die „beängstigende“ Welle an negativen Reaktionen, die nach dem Ende von Serienfans folgte, verdient hätten. „Die Tatsache, dass einige Leute so enttäuscht waren, liegt daran, dass alles davor so gut war“, so die Schauspielerin.…
Weiterlesen
Zur Startseite