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Was hat das ZDF mit Jan Böhmermann vor?

Eigentlich will Jan Böhmermann gerne eine tägliche Late-Night-Show. Das hat der Moderator schon mehrfach durch die Blume durchscheinen lassen. Ein Format, das seit dem Ende der „Harald Schmidt Show“ im Grunde in Deutschland brach liegt. Wer kann dem Satiriker den Wunsch erfüllen?

Das ZDF hat nun erst einmal den Vertrag Böhmermanns verlängert, wie das Branchenmagazin „DWDL“ berichtet. Wie lange der 36-jährige Comedian allerdings an den Sender gebunden werden konnte, ließ ZDF-Programmdirektor Norbert Himmler auf Nachfrage der Website offen. Ein Jahr – oder mehr? Jan Böhmermann werde jedenfalls wesentlich häufiger zu sehen sein, so Himmler. 38 Ausgaben des „Neo Magazin Royale“ seien für 2018 geplant, statt wie bisher 34 Sendungen.

Jan Böhmermann bekommt mehr Platz im TV (und im Internet)

Doch die Mainzer haben noch mehr vor! Böhmermann scheint in dem Vertrag weitere Formate und Ausspielungen ausgehandelt zu haben. Für das „Neo Magazin Royale“ wird eine ähnliche Verbreitung wie bei der „heute show“ angedacht, so der Programmdirektor des ZDF. Himmler konkret: „Wir wollen die Marke non-linear häufiger aufschlagen lassen und häufiger Content anbieten als nur donnerstags bzw. freitags.“

Übersetzt heißt das möglicherweise, dass es weitere Exklusiv-Materialien im Netz gibt und eine größere Schlagzahl viraler Aktionen. In der Show soll weiter mit Formen experimentiert werden, auch monothematische Ideen könnten in Zukunft mehr Raum bekommen.

Neue Formate geplant

Zu neuen Formaten mit Jan Böhmermann wollte sich der ZDF-Programmdirektor allerdings nicht äußern. Eine tägliche Late-Night-Show dürfte somit auch in Zukunft erst einmal nicht drin sein für den Satiriker. Möglicherweise findet Böhmermann aber auch ein weiteres TV-Konzept, in dem er seine zuweilen subversiven Späße auch einem größeren Publikum präsentieren kann. Auch in der Prime Time?


„Da ist die Tür!“: Jan Böhmermann singt Protestsong – Nazis haben auf Partys nichts zu suchen

Sind Rechtspopulismus sowie fremdenfeindliche und rassistische Äußerungen inzwischen gesellschaftlich wieder so akzeptiert, dass auch AfD-Politiker wie Alexander Gauland und Stephan Brandner künftig zu Events eingeladen werden? Diese Frage stellt sich Jan Böhmermann nun öffentlich mit einem Protestsong – stellvertretend für alle, die sich vor wenigen Tagen doch sehr wunderten, dass eben jene Männer kürzlich bei der Feier zum 70. Geburtstag der FAZ gesichtet wurden. Häppchen und Sekt schmeckten ihnen offenbar gut – ihr Erscheinen bei der Party dagegen nicht jedem. https://twitter.com/janboehm/status/1190305405236383744 Denn: Wer Mitglieder der AfD einlädt, diene Böhmermann zufolge auch als „Steigbügelhalter“ und habe es mitzuverantworten, dass rechte Gesinnung…
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