aktuelle Podcast-Folge:

Wie viel, bitte?! Tokio Hotel verlangen für Tickets 3599 Euro

Tokio Hotel verkauften einst Millionen von Platten und wurden in kürzester zu einem internationalen Phänomen. Doch diese Zeiten sind lange vorbei. Längst sind die meisten AnhängerInnen erwachsen geworden und hören richtige Musik. Doch ein kleiner Kreis von Abhängigen ist geblieben – und der wird von der Band nun richtig abgezockt.

Mit ihrem „TH Summercamp“ vom 27. bis zum 29. Juli auf dem Festivalgelände Ferropolis spielen Tokio Hotel für nur knapp 500 Fans. Die Werbung dafür klingt verführerisch: „Tauche ein in den Sommer deines Lebens und verbringe ein unvergessliches Wochenende mit deiner Lieblingsband. Es erwartet dich eine magische und spirituelle Reise in eine Welt, die Bill, Tom, Georg und Gustav für dich geschaffen haben.“ Das schreibt die Gruppe auf ihrer Website.

Immerhin gibt es vegetarisches Essen

Wer sich die Konzertankündigung anschaut, der stößt auf Preise „ab 45 Euro“. Allerdings gibt es für den Preis lediglich einen Parkplatz. Doch um bei dem Summercamp dabei zu sein, braucht es ein Zelt. Und das gibt es erst für 799 Euro. Immerhin erhalten Fans dazu einen Auftritt von Tokio Hotel, ein Foto mit der Band und mehrere garantiert fleischlose Mahlzeiten. Nicht zu vergessen: Getränke und Lebensmittel dürfen nicht mitgebracht werden. Smartphones müssen ebenfalls zuhause bleiben.

Tokio Hotel arbeiten in Berlin an neuem Album
Tokio Hotel

Doch Anhänger, die es eher in ein „Luxus-Tipi“ mit „Komfortausstattung“ zieht, müssen richtig löhnen. Für 3599 gibt es in dem Tipi einen Sitzsack, Indoor/Outdoor Teppich, Tisch, Akku-Lampe, Stromanschluss und immerhin auch etwas, um seine Kleidung anzuhängen. In den sozialen Netzwerken rauscht natürlich der erwartete Shitstorm („Wucher“, „Verarsche“), schließlich kostet der Festivaleintritt woanders höchstens 200 Euro.

„Ihr habt vollkommen den Bezug zur Realität verloren“

Ein User schrieb bei Twitter: Wisst ihr eigentlich, wie viel der durchschnittliche Arbeitnehmer verdient? Anscheinend nicht, ihr habt vollkommen den Bezug zur Realität verloren. Ich vermisse die Zeiten, als ihr noch nicht so abgehoben und materiel wart. (sic!)“

mn
Werbung

Jetzt in die Zukunft starten mit den neuen MagentaMobil Tarifen

Ab sofort inklusive 5G*. Jetzt in die Zukunft starten!

Mehr Infos

15 Songs, die wir Supergroups zu verdanken haben

Temple of the Dog Gründungsjahr: 1990 Mitglieder: Chris Cornell (Soundgarden), Jeff Ament (Pearl Jam), Stone Gossard (Pearl Jam), Mike McCready (Pearl Jam), Matt Cameron (Soundgarden), Eddie Vedder (Pearl Jam) „Hunger Strike“: https://www.youtube.com/watch?v=VUb450Alpps Bad Company Gründungsjahr: 1973 Mitglieder: Paul Rodgers (Free), Simon Kirke (Free), Mick Ralphs (Mott the Hoople), Boz Burrell (King Crimson) „Can't Get Enough“: https://www.youtube.com/watch?v=7p9mzYB--uI Asia Gründungsjahr: 1981 Mitglieder: John Wetton (King Crimson), Geoff Downes (The Buggley, Yes), Steve Howe (Yes), Carl Palmer (Atomic Rooster; Emerson, Lake and Palmer) „Heat of the Moment“: https://www.youtube.com/watch?v=cpxsMyoXUZQ The Highwaymen Gründungsjahr: 1985 Mitglieder: Johnny Cash, Willie Nelson, Waylon Jennings and Kris Kristofferson „Highwayman“: https://www.youtube.com/watch?v=aFkcAH-m9W0 Black Country Communion Gründungsjahr: 2009 Mitglieder: Joe Bonamassa, Glenn Hughes…
Weiterlesen
Zur Startseite