Willander über Guttenbergs Zapfenstreich zu „Smoke On The Water“


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Wenn die Fackeln blaken, die Jungs stramm stehen und die Kanzlerin ihre Tränen unterdrückt, dann schmettert der Spielmannszug der Bundeswehr zum Zapfenstreich für Karl-Theodor zu Guttenberg aus vollem Blech „Smoke On The Water“. Deep Purple beschreiben in diesem Klassiker von Gymnasiasten-Feten (der Freiherr hat ja Abitur) einen Abend in Montreux, an dem die Musiker einige Aufnahmen machen wollten. Doch Frank Zappa und seine wilden Mothers Of Invention hatten bereits das Spielcasino und das Hotel in Brand gesetzt, so insinuiert der Songtext, weshalb die Männer von Deep Purple den Truck der ebenfalls anwesenden Rolling Stones nutzen mussten, um erst das Publikum zum Schwitzen zu bringen und dann ein paar Betten für die Nacht zu improvisieren. So romantisch ging es damals zu!

Und romantisch ist ja auch der Zapfenstreich des vormaligen Ministers, der nie ein Feldbett verachtete und den Krieg „Krieg“ nannte. So bedenken wir, ein wenig melancholisch gestimmt, die letzten Zeilen des Liedes: „No matter what we get out of this/ I know, I know we’ll never forget/ Smoke on the water, fire in the sky.“  Still gestanden!

Hier noch einmal eine Aufnahme des originalen „Smoke On The Water“ aus dem Jahr 1973:

Nach dem Großen Zapfenstreich reiht sich nun auch der Spielmannszug der Bundeswehr in diese, nun ja, außergewöhnliche Liste seltsamer „Smoke On The Water“-Coverversionen ein.

„Smoke On The Akkordeon“

„Smoke On An Ohio Marching Band“

„Rauch auf dem Mittelaltermarkt“

„Smoke On The Jazz-Bar Table“

„Smoke Out Of An Atari ST“