Ein Jahr nach Chester Benningtons Tod: Mike Shinoda zur Zukunft Linkin Parks

Ein Jahr ist es her, dass Chester Bennington Selbstmord begangen hat. Nach dem Tod ihres Frontmanns legten Benningtons Bandmitglieder Linkin Park erstmal auf Eis. Nur anlässlich eines Abends, wo das Leben des Sängers geehrt wurde, spielten sie ein kleines Konzert.

Nun äußerte sich Mitbegründer Mike Shinoda zum ersten Mal vage zur Zukunft der Band. In einem fünfzehnminütigen Interview mit dem französischen Sender „United Rock Nations Radio“ erzählte der Musiker über sein neues Soloalbum „Post Traumatic“ sowie mögliche Pläne mit Linkin Park.

„Ich versuche zurzeit einfach gerade eins nach dem anderen anzugehen und offen für alle Möglichkeiten zu sein – egal ob es Projekte unter meine Namen sind, oder Zusammenarbeiten mit anderen Künstlern sind, oder auch das Produzieren von Tracks für irgendjemand anderen, oder wenn die Jungs an dem Punkt sind, wenn sie wieder Linkin-Park-Konzerte spielen wollen. Ich bin mir sicher, dass das alles Möglichkeiten sind und ich bin offen für alles, was passieren mag“, so Shinoda im Gespräch. Zurzeit würde der 41-Jährige sich aber um seine Solo-Liveshow kümmern, womit er sich auch sehr wohl fühle.

Kooperation

Das komplette Interview mit Mike Shinoda gibt es hier zu hören.

Verarbeitung durch Soloprojekte, aber auch Briefe

Einen Tag vor Benningtons Todestag, am 19. Juli, meldete sich ein weiteres Bandmitglied zu Wort. Bassist Davel Farrell veröffentlichte auf Instagram einen offenen Brief an seinen verstorbenen Freund.

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Chester, In the past year, there hasn’t been a day that has gone by that I haven’t thought of you. I miss you, and it still hurts to not have you here. I chose not to speak at your memorial because I couldn’t formulate the words to adequately express how I felt… I chose not to speak at the Celebration of Life Concert honoring you because I knew I’d struggle to even be able to speak at all. And today, a year after your passing, I still struggle to try and eloquently express what you mean to your family, your friends, your fans… and to me. There is so much that I feel, and that I could say, and that I would want to say, and that I don’t know how to say… but one thing I know for certain, is that you are loved, and you are missed. Be Well My Friend, Dave

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Im vergangenen Jahr sei kein Tag vergangen, wo der Bassist nicht an den toten Musiker gedacht habe. „Auch heute, ein Jahr nach deinem Tod, fällt es mir immer noch schwer auszudrücken, was du deiner Familie, deinen Freunden, deinen Fans und auch mir bedeutet hast“, schreibt der Künstler weiter. Farrell könne nicht viel sagen, außer dass Bennington geliebt und vermisst werde.

Offizielle Trauerveranstaltungen

Benningtons Ehefrau Talinda hat unterdessen ein Google Doc mit allen offiziellen Trauerveranstaltungen anlässlich des Todestages des Musikers eingerichtet. Wer teilnehmen möchte, findet die Liste hier.


TV-Tipp: Chester Bennington – A Voice of Pain

Chester Bennington ist für viele Musikfans Ikone und Identifikationsfigur - und das  nicht nur für eine Generation. Der Kopf von Band Linkin Park sang und schrie den Schmerz heraus, den er selbst nie loswurde und traf damit den Nerv von Millionen Fans. Es waren diese Abgründe, die ihn so erfolgreich werden ließen und ihn selbst verschlangen, als er den Schmerz einfach nicht mehr aushielt. In der Dokumentation „Chester Bennington – A Voice of Pain“ erzählen seine Schwester, enge Freunde, Wegbegleiter und Fans ihre Begegnungen und zeichnen so ein vielschichtiges Bild des Rockstars. Tiefe Einblicke in das Privatleben von Chester Bennington…
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