Zum Tod von Jon Lord: Ein historisches Interview aus dem Jahr 1976


In unserem „DAS ARCHIV – Rewind“ finden Sie bekanntlich nicht nur alle Heft des deutschen ROLLING STONE, sondern auch die gesammelten Bestände des weitaus älteren Musikexpress und des Metal Hammer (alle Infos dazu finden Sie hier). Über den gestern verstorbenen Jon Lord gibt es zahlreiche Artikel und Interviews aus allen Phassen seiner Karriere – wie Sie hier sehen können. Dieses Interview ist eines der frühesten aus unserem Archiv: Es war in der September-Ausgabe 1976 des Musikexpress zu finden.

Immer wieder kam es in den letzten Jahren auf der Rock-Szene zu wilden Gerüchten und Spekulationen: Deep Purple ist am Ende. Als sich dann nach vielen Umbesetzungen und internen Reibereien Star-Gitarrist und Gründungsmitglied Ritchie Blackmore selbständig machte, schien das Schicksal von Deep Purple endgültig besiegelt. Doch die Gruppe raufte sich noch einmal zusammen und unternahm mit US-Gitarrist Tommy Bolin einen neuen Anlauf. Diesmal aber ging es schief. Nach dem vielversprechenden Neubeginn mit dem Album ,Come Taste The Band‘ kam die große Enttäuschung das Zusammenspiel auf der Bühne schien überhaupt nicht mehr zu klappen. Tommy Bolin konnte sich musikalisch immer schwerer auf Jon Lord einstimmen, David Coverdale und Glenn Hughes hatten große Meinungsverschiedenheiten, und nach einigen schwerwiegenden Zwischenfällen auf ihren Konzertreisen endete die letzte England-Tournee von Deep Purple mit einem totalen Desaster. Da gaben Jon Lord und lan Paice ihrer Gruppe den Gnadenstoß.

„Acht Jahre Deep Purple sind genug!“ eröffnet Jon Lord das Gespräch mit ME. „Wir haben viel erreicht, und wenn ich zurückblicke, bereue ich eigentlieh nichts. Aber irgendwann kommt der Tag, wo man einfach Schluß machen muß. Deep Purple war mit der Zeit eine Rock-Institution geworden — ein viel zu altes und schwerfälliges Ungeheuer wie der prähistorische Dinosaurier. Und ich konnte mir wirklich kaum vorstellen, mit 85 immer noch ein Mitglied von Deep Purple zu sein. Also sagten wir uns: Besser wir hören jetzt auf — bevor es zu spät ist!“



Record Store Day 2020: Vinyl-Highlights der drei Termine

Der Record Store Day findet in diesem Jahr, wie viele andere Veranstaltungen, wegen der Corona-Krise in einer etwas anderen Form statt. Die Idee bleibt die selbe: die unabhängigen Stores zu unterstützen und zu stärken. Aber statt ein großes Event zu haben, wird es nun drei "RSD-Drops" in Form von Street Dates im August, September und Oktober geben. So haben die Läden genug Zeit, sich auf die besonderen Umstände einzustellen. Im vergangenen Monat haben die Organisatoren mit Künstlern, Labels, Vertrieben und Partnern zusammengearbeitet, um möglichst viele der begehrten Titel der ursprünglichen Release-Liste in die Plattenläden zu bekommen. Record Store Day 2020:…
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