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Beyoncé, die Flaming Lips und Alicia – Super Bowl 2013

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Viel war los beim gestrigen Super Bowl, dem amerikanischen Äquivalent zum Champions-League-Finale. Das sportliche zuerst: die Baltimore Ravens haben gegen die San Francisco 49ers gewonnen und dabei sicher auch ein paar super Touchdowns geschossen. Gratulation.

Nun zum musikalisch-popkulturellen Teil, der wie üblich hochkarätig besetzt und spektakulär ausgeführt war:

Die alljährliche Ehre, die Nationalhymne stimmungsvoll zu intonieren, fiel dieses Jahr Alicia Keys zu. In einem roten Edel-Kleid saß sie am Flügel und schaukelte ihren streng gegelten Kopf im bewegten Flattern des „Star Spangled Banner“ einem patriotischen Hochgefühl entgegen. USA! USA! Der Flügel war allerdings aus Japan.

Bereits im Vorfeld bekannt war dass Beyoncé singen wird, und man spekulierte aus gegebenem Anlass ob sie wieder nur die Lippen zum Playback bewegen würde. Na, gesungen hat sie jedenfalls, und das mit Unterstützung von Kelly Rowland und Michelle Williams. Wie bitte? Genau: im Trio wurde ein Destiny’s Child-Comeback draus! Die Halbzeit-Show dazu war allerfeinste Licht-und Pyrotechnik-Hysterie. Funken, Qualm und Flammen, zerhackt im Stroboskop, erleuchtet von tausend Laserstrahlen: eine Reunion, die sicher auch vom Weltall aus sichtbar gewesen ist.

Neben Alicia Keys‘ Flügel spielte noch ein anderer Asien-Import eine Rolle in der Super-Bowl-Nacht: der koreanische Rodeo-Knödel „Psy“ war in einem der hochpreisigen Halbzeit-Werbefilmchen zu sehen, wie er seinen Gangnam Style mit einem Ensemble tanzender Pistazien aufführte. Motto: „Crackin‘ Gangnam Style“. Das ging sicher nicht wenigen auf die Nüsse.

Ebenfalls aus Korea stammt der Autohersteller, der die tollen Flaming Lips für einen anderen verqueren Superbowl-Werbeclip verpflichtete. Darin sah man Wayne Coyne & Co mit der üblich quietschbunten Fantasy-Staffage u.a. bei einem Auftritt auf dem Dach eines Einfamilienhauses. Toll auch der Song dazu mit dem Titel „Sun Blows Up Today“.

Für eine Unterbrechung mit geringerem Unterhaltungswert sorgte außerdem ein 30-minütiger Stromausfall im Superdome von New Orleans. Vielleicht hatte man die Kapazitäten für Beyonces Laser-Supershow unterschätzt.

Hier ein Video von Alicia Keys‘ Version der Nationalhymne:

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