Toggle menu

Rolling Stone

Back to top Share
Artikel teilen
  • Facebook
  • Twitter
  • Google+
  • Whatsapp
  • Email
Search
Top-Themen

Dawn McCarthy And Bonnie ‚Prince‘ Billy What The Brothers Sang

Domino

Kommentieren
0
Email
Facebook Twitter Google+ Whatsapp Email Kommentare
von
Caption
Foto: Domino

Man findet auf den Platten, die Will Oldham vor fast 20 Jahren mit seinem Bruder Ned als Palace Brothers aufnahm, keine brotherly harmonies (brüderlich war es schon, aber bei den Harmonien haperte es), doch Phil und Don Everly waren schon damals ein wichtiger musikalischer Einfluss für den Songwriter, der sich heute Bonnie „Prince“ Billy nennt. Denn die Warner-LP „The Very Best Of The Everly Brothers“, für die die Brüder 1964 ihre alten Hits noch einmal neu aufnahmen, gehörte zu seinen frühesten Hörerlebnissen. 2004 bezog er sich explizit auf dieses Album, als er für „Sings Greatest Palace Music“ seine schönsten Lieder aus den Palace-Jahren in Nashville neu einspielte.

Nach einigen verstreuten Coverversionen aus dem Everlys-Repertoire auf den Singles und EPs der vergangenen Jahre hat Oldham nun ein ganzes Album mit Songs, die die Brüder einst sangen, aufgenommen. Begleitet wird er von Faun-Fables-Sängerin Dawn McCarthy, die bereits auf „The Letting Go“ von 2006 mitsang. Bis auf Don Everlys „So Sad“ und Boudleuax Bryants „Devoted To You“ findet sich jedoch keines der Stücke von Oldhams Initiationsplatte auf „What The Brothers Sang“, die meisten Songs stammen aus der zweiten Hälfte der Sechziger – Klassiker wie Jackie Edwards „Somebody Help Me“ und Don Everlys „It’s All Over“, Obskures wie die „Carolina In My Mind“-B-Seite „My Little Yellow Bird“ und Erlesenes wie die „It’s My Time“-Flipside „Empty Boxes“ von Ron Elliot.

Oldhams Weggefährten der vergangenen Jahre wie die Gitarristen Emmet Kelly und Matt Sweeney inszenieren um die eher himmlisch entrückten als brüderlichen Harmonien herzzerreißenden Country und mystischen Folk-Rock. In einigen der bes­ten Momenten auf „What The Brothers Sang“ denkt man sogar eher an Fairport Convention als an die Everlys.

Kommentieren
0
Email

Nächster Artikel

  • Jamie Lidell Jamie Lidell
    14. Februar 2013

    Man findet auf den Platten, die Will Oldham vor fast 20 Jahren mit seinem Bruder Ned als Palace Brothers aufnahm, keine brotherly harmonies (brüderlich war es schon, aber bei den Harmonien haperte es), doch Phil und Don Everly waren schon damals ein wichtiger musikalischer Einfluss für den Songwriter, der sich heute Bonnie „Prince“ Billy nennt. […]

Vorheriger Artikel
Weiterlesen
  • AC/DC - Family Jewels
    AC/DC - Family Jewels
    3. April 2005

    Die angeblich „komplette Karriere“, die hier ausgestellt werden soll, hört zwar schon Anfang der 90er Jahre auf, aber das stört nicht sehr. Danach kam ja auch nicht mehr so viel Aufregendes von den Australiern, die den Begriff Hardrock geprägt haben wie keine andere Band. Nach und nach verloren sie den Blues, und irgendwann war wirklich […]

  • Chvrches - The Bones Of That You…
    18. Oktober 2013

    Was sollen wir wünschen? Was dürfen wir hoffen? Wer sind wir? Wohin gehen wir? Und warum ist mir heute schon wieder so melancholisch zumute? Das sind und bleiben die Fragen, mit denen sich der Gothic-Pop auch in seinen neuesten und jüngsten Filiationen befasst. Erlebte das Genre in den vergangenen beiden Jahren seine Renaissance vor allem […]

  • The Cure - Seventeen Seconds
    The Cure - Seventeen Seconds
    24. April 2015

    Zwischen dunklen Synthieflächen, brodelnden Bassläufen und existenzialistischem Ernst fanden The Cure auf "Seventeen Seconds" zu sich selbst - und Robert Smith seine bleiche Stimme, die zu den markantesten und schönsten der Achtziger gehört.

Kommentar schreiben