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Lukas Graham Lukas Graham

Universal

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Lukas Graham
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Foto: Universal

Lukas Graham Forchhammer ist der Jimi Blue Ochsenknecht Dänemarks. Weil er nicht mehr der kleine Grunk aus den „Frech wie Krümmel“- Filmen sein will, macht er nun auf Popstar. Da der unzwischen 23-Jährige nicht nur besser aussieht als der wilde Kerl Ochsenknecht, sondern auch schöner singen kann und einen ausgesuchten Musikgeschmack hat, geht das in Ordnung. Vorrausgesetzt man stört sich nicht an der schnoddrigen Selbstgefälligkeit, die unvermeidlich ist, wenn man mal ein Kinderstar war und zudem im dänischen Kifferparadies Christiana aufgewachsen ist. Das Lukas-Graham-Debüt ist jedenfalls eine sich zwischen Jamiroquai und John Legend ihren Platz suchende, mit viel Sex, Soul und Alkohol gefüllte Coming-Of-Age-Story. Graham erzählt von pupertären Eifersuchtsdramen („Ordinary Things“), vom Lügen und Betrügen („Apologize“),  von One-Night-Stands („Don’t Hurt Me This Way“) und davon, dass alle Mädchen hübsch sind, wenn man betrunken ist („Drunk in The Morning“). Erst spielt er beim Dinnerdate mit Rotwein und Kerzenlicht den Romantiker („Red Wine“), dann vergnügt er sich in pornografischen Zwischenspielen („Oohhh“). Mit souligem Timbre singt er Lieder über den Kumpel, der auf die schiefe Bahn geraten ist („Criminal Mind“) oder den treuelosen Vater – um aber schnell festzustellen, dass er kein bisschen mehr ist („Moving Alone“). Mehr als knackige Drums, einen munteren Bass und beseelte Rhodes- oder Klavierharmonien brauchen die Songs meistens nicht, um diese tolle Stimme in Szene zu setzen. Nur durch die Spotthymne „Nice Guy“ zuckt auch mal eine Gitarre, während vom R&B angestachelt alle netten Kerle verhöhnt werden („I’m gonna get my la la la, He’s gonna get some la la la/ All of my boys get their la la la/ You wont‘ get no na na na“). Und ab und zu borgt sich Lukas Graham auch dezente Bläsersätze oder Streichquartette. Zum Beispiel in „Before The Morning Sun“, das zwar kaum ein Klischee auslässt, aber trotzdem hochdramatisch – und ganz schön erwachsen – klingt. Das mit Jimi Blue nehmen wir hiermit zurück.

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